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Literaturverzeichnis ganz einfach

Dienstag, Mai 6, 2008

Die Hochschule bietet seit kurzer Zeit eine Campuslizenz für das Literaturverwaltungsprogramm Citavi an. Für Hochschulangehörige heißt das, dass sie einen kostenlosen Lizenzschlüssel zur Nutzung dieses Programms bekommen.

Man kann sich mit diesem Programm unter anderem anhand von ISBN Nummern ein Literaturverzeichnis erstellen lassen. Für die Wissenschaftliche Hausarbeit ist dies jedem Studenten sehr zu empfehlen!

Mehr Infos hier: http://www.ph-ludwigsburg.de/6332+M5cb3702e0db.html

Für Interessierte findet dazu am 20.5. eine kostenlose Schulung statt.

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Lokale Betriebssysteme sind doch out

Dienstag, April 29, 2008

Google geht mir auf den Wecker! Irgendwie ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass Google theoretisch über meine komplette Persönlichkeit bescheid weiß. Ein Indikator zu dieser Erkenntnis war, dass Google in seinem Mailangebot am oberen Bildschirmrand immer öfter Werbung brachte, die sich direkt auf den Inhalt der Mail bezog. Mitunter auf sehr persönliches. Dinge, die Google eben wirlich nichts angehen. Dinge, die vielleicht auch nicht jeden Bekannten etwas angehen. Fairerweise muss man sagen, Google macht nur das, was ich ihnen erlaubt habe. Lange Rede kurzer Sinn: Ich will weg von dieser Datenkrake.

Dummerweise sind die Dienste von Google einfach genial. Es muss also ein Ersatz her, der zumindest möglichst nah ran kommt.

Insgeheim träume ich ja von einem virtuellen Schreibtisch im Internet. Ein Arbeitsplatz also, an dem ich alles von jedem Computer aus ohne große Vorraussetzungen erledigen kann. Natürlich web2nullig mit Kooperation und so. Es gibt zwar viele Dienste, die tolle Tools anbieten, allerdings will ich alles zusammen und einheitlich haben (googleapps, zoho, …?). Da besteht aber sofort das Problem, dass ein Dienst alleine gesammelt meine Daten hat. Will ich aber nicht. Besonders nicht zu Benutzungsbedingen wie bei Google. Näheres dazu bei Wolfgang Neuhaus.

Ich habe mir deshalb mit einem Kumpel überlegt, dass wir uns einen Root-Server anschaffen auf dem wir unser eigener Dienstleister sein können. Mit Mailserver, Webserver, usw.

Bei vielen Groupwareprodukten (egroupware, citadel, horde) fehlt mir dabei leider die Funktionalität, die ich von Google gewöhnt bin. Hauptsächlich vermisse ich z.B. eine Autovervollständigung von Emailadressen. Wer führt denn heutzutage noch ein Emailadressbuch? Ich jedenfalls nicht.

Bei der Suche nach anderen geeigneten Programmen bin ich auf eyeOS gestoßen. Eine Art Betriebssystem für den Browser. Basiert dabei wie Googleapps auf AJAX. Das macht das ganze schön interaktiv und ermöglicht Dinge wie die Autovervollständigung. Man installiert die Software also auf dem Webserver und hat, so wie ich mir das vorstelle, an jedem Rechner (auch Palm, etc.) sein eigenes Betriebssystem mit den wichtigsten Programmen, die man zum vernetzten Arbeiten benötigt. Lokale Ordner können dabei mit Ordnern auf dem Server synchronisiert werden. Ein erster Blick verspricht viel Gutes - Tolle Funktionen, Durchdacht und Hübsch. Witzig, jedoch irgendwie sinnlos finde ich den Browser im Browser. Schön wär’s, wenn man dieses “Betriebssystem” direkt beim Anmelden am System als Oberfläche auswählen könnte. Also anstatt GNOME, KDE, o.ä.
Ich werde die Software wohl in den nächsten Wochen auf nem lokalen Webserver testen und dann vielleicht mal mehr dazu schreiben.

Falls jemand tolle Software kennt, die meine beschriebenen Anforderungen erfüllt würde ich mich über einen Hinweis freuen. Natürlich nur freie Software.

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Zula fertig

Dienstag, April 29, 2008

Letzten Donnerstag habe ich meine Wissenschaftliche Hausarbeit (Zula), die Bestandteil der Staatsprüfung ist, abgegeben.

Einerseits bin ich natürlich erleichtert, dass die Schreiberei ein Ende hat. Andererseits bin ich erstaunt, wie kalt mich die Abgabe gelassen hat. Ich glaube ich werde meine “Zula” unter der Kategorie “im Nachhinein halb so schlimm” in meiner Biografie abheften. Gleich neben dem Abitur.

Ich weiß nicht so richtig, ob ich beim Anblick meines Werkes stolz sein soll oder nicht. Einerseits glaube ich, sind mir manche Passagen richtig gut gelungen und glaube das Thema ganz gut umschlossen zu haben andererseits hätte ich manches dann doch nochmal überarbeiten können. Nun ja, mal sehen was die Profs sagen.

Das Thema war: “Die Computersimulation als didaktisches Werkzeug für die Verwendung im Technikunterricht der Realschule Baden-Württembergs”
Falls das Thema jemanden interessiert melde er sich einfach per Mail.

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Bloggen? Das erste Jahr im Rückblick

Donnerstag, April 17, 2008

Vor fast genau einem Jahr am 19.4. erblickte mein Weblog mit den Worten “Hallo Welt” zum ersten mal die Bits und Bytes der Blogspäre.

Wohin die Reise thematisch gehen sollte war damals zum Teil schon geplant. Denn was ich nicht wollte war einfach nur eine Ansammlung zusammenhangsloser Beiträge. Andererseits wollte ich mich auch nicht zu sehr einschränken. Was letztendlich daraus geworden ist kann man ganz gut an meiner Tagwolke sehen.

Was mich aber erwarten sollte war mir damals bei weitem nicht klar. Viele positive Effekte haben sich meiner Meinung nach hinsichtlich meines Denkens, Lernens, Schreibens und Daseins ergeben. Ich habe für mich festgestellt, dass ich die Welt genauer und aufmerksamer beobachte. Aufmerksamer, weil ich, manchmal bestimmt auch unbewusst, immer ein Auge darauf habe Dinge zu beobachten über die ich etwas schreiben kann. Denn man ist ja bestrebt über Dinge zu schreiben, über die noch nicht jeder geschrieben hat. Genauer, weil ich gemerkt habe, dass man im Internet nicht einfach irgendwelchen Unfug behaupten kann. Kann man schon aber es wäre mir schlicht gesagt peinlich, wenn irgendein anonymer Surfer in einem Satz meine Aussagen widerlegt. Damit dies nicht passiert überlege ich mir immer recht gut was ich schreib, wie ich’s schreib und ob ich’s schreib. Es ist mir nicht nur einmal passiert, dass ich angefangen habe einen Artikel zu schreiben und irgendwann bei der Recherche gemerkt habe, dass das was ich schreiben will nur Halbwissen offenbart. Ich gebe zu, dass ich mir in manchen (benoteten) Hausarbeiten mehr Ungenauigkeiten erlaube als in meinem Blog. Eine Hausarbeit liest in der Regel nur ein Mensch - wenn überhaupt. Ein Blogbeitrag lesen definitiv mehr!

Ein weiterer Interessanter Aspekt ist die Blogspäre in der man sich mit seinem Blog bewegt. Fast unweigerlich stößt man irgendwann auf andere Blogs, die einen inhaltlich mehr oder weniger interessieren könnten. Für mich als Lehramtsstudent hatte dies den Effekt, dass ich in Kontakt mit verschieden Lehrerblogs gekommen bin. Dies hat für meinen Berufseinstieg ein wie ich finde großen Wert. Lehrerblogs zeichen sich in der Regel dadurch aus, dass alltägliche schulische Themen zur Sprache kommen. Themen also, von denen ich seit einigen Jahren getrennt bin und zu denen ich keinen Bezug mehr habe - auch was die Aktualität angeht. Vor 5 Jahren gab es z.B. noch kein SchülerVZ. Ich habe diesbezüglich also trotz meines jungen Alters keine eigene Erfahrungen über ein Thema, das in der Schule hohe Brisanz hat. Die einzigen Erfahrungen, die ich vorbereitend auf mein Referendariat bezüglicher schulischer Themen sammeln kann, beruhen also auf den geschilderten Erfahrungen in Lehrerblogs. Natürlich sammelt man auch während des Studiums in verschiedenen Praktika Schulerfahrung. Doch diese zeugen meist von einer Reizüberflutung, in der viele Aspekte untergehen. Umso schöner ist es jedoch diese vergessenen Aspekte in einem Lehrerblog wiederzufinden und mit eigenen Erfahrungen zu vergleichen.

Die geschilderten und näher ausgeführten Aspekte sind bei weitem nicht die einzigen Vorteile die mir das Bloggen gebracht hat. Neben den vielen Vorteilen gibt es auch ein paar kleine Nachteile zu erwähnen. Zum einen verbringe ich jetzt noch mehr Zeit vor dem Rechner. Wobei ich mir dabei nicht sicher bin ob die Rechnerzeit gleich geblieben ist, die produktive Zeit davon aber gestiegen ist, subjektiv ich also meine, dass deswegen die Rechnerzeit gestiegen ist. Dies kann aber eigentlich kaum sein, da in meiner Bude der Rechner mein einziger Freund ist und sowieso schon meine volle Aufmerksamkeit geniest. Der andere Punkt ist, dass ich beim Schreiben fast immer kaum zu einem Ende finde und die Artikel immer ewig lang werden. Früher war eine meiner Eigenschaften immer sehr kurz und sehr prägnant zu schreiben.* Ich habe Angst diese Eigenschaft zu verlieren. Andererseits habe ich das Gefühl, dass ich mich beim erzwungenen Schreiben von längeren Texten leichter tue. Ich meine also bei einer 10-seitigen Hausarbeit nicht mehr nach schon 6 Seiten alles wichtige geschrieben zu haben. Vielleicht hat sich auch mein vernetztes bzw. systematisches Denken durch das Bloggen verbessert mit dem Effekt, dass mir zu einem Stichwort mehr einfällt (im Stile einer Mindmap).
Bla, Bla, Bla …

Für die Zukunft will ich mir vornehmen wieder über mehr schulische Themen zu bloggen. Auch will ich vermehrt kurze, knackige Artikel schreiben und mir mehr Mühe mit den Überschriften geben. Ich selbst find sie meistens zu langweilig.

* Ein Geschichtslehrer sagte einmal in diesem Sinne zu mir: “Samuel, ihr Schreibstil passt zu ihrem Namen. Der Dinkel ist vom Ertrag her eine ungünstige Feldfrucht. Der Inhalt ist jedoch äußerst schmackhaft.” In Bezug auf den Ertrag (im Sinne von Quantität) hatte er ganz sicher recht. Ob er bezüglich des Inhaltes recht hatte weiß ich nicht. Die Klausur, die er mir mit diesen Worten zurück gab war jedenfalls nicht mit “sehr gut” bewertet worden. Ein Anzeichen dafür, dass er mehr Ertrag erwartet hätte?

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Natur und Technik

Dienstag, April 15, 2008

Ein sehr interessantes Bild bietet sich mir seit einigen Wochen auf meinem Weg zur PH. Vermutlich Stadtarbeiter haben versucht mit Motorsägen dem Gestrüpp am Zaun beim FH-Parkplatz Herr zu werden. Jedoch nicht mit vollendeten Erfolg. Übrig geblieben sind mehrere in den Zaun eingewachsene Äste:

Es ist schon sehr interessant zu beobachten wie sich die Natur ihren Weg bahnt. Das hat mich irgendwie an eine Szene in Max Frischs Homo Faber erinnert, den wir damals in der 10. Klasse gelesen haben, in der die Hauptperson durch den peruanischen(?) Dschungel reist und vor lauter Gewächs kaum noch atmen kann - oder so ähnlich.

Der Mensch gegen die Umwelt? Technik gegen die Natur? Wieso überhaupt gegen, Kann Technik nicht auch mit der Natur sein? Ist Technik wertfrei? Ist, um gleich das Extrembeispiel zu nennen, eine Atombombe wertfrei? Die Benutzung und Herstellung sicher nicht. Wir alle sind Benutzer, Hersteller, Betroffene und Bewerter von Technik.

Technik soll nach Schmayl und Wilkening (1995) mehrperspektivisch unterrichtet werden. Das heißt, es sollen im Unterricht neben den rein technischen Kompetenzen auch verhaltensbezogene und wertungsbezogene Kompetenzen gefördert werden. Die obigen Bilder zeigen wie ich finde ganz gut diese Mehrperspektivität der Technik.

Man könnte über solche Bilder sicher gut weiter “herum-philosophieren” …

P.S.: Spaßeshalber ne kleine nicht ganz ernst gemeinte Umfrage: Wer gewinnt? Der Busch oder die Säge?