Archiv für Dezember 2007

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books.google

Dienstag, Dezember 18, 2007

Habe heute beim Stöbern in den google-Diensten books.google.de entdeckt.

Hab zwar davor schon mal davon gehört, dass google Bücher ins Internet setzt, dem bisher aber keine große Beachtung geschenkt.
Dieser google Dienst hat es aber in sich - soweit ich das nach 20 min rumprobieren beurteilen kann.

Wie von Suchmaschinen gewöhnt gibt man einfach Begriffe ein zu denen dann eben Bücher gesucht werden. Wenn man Glück hat gibt es zu dem Buch eine Vorschau in einem PDF/A Format. Das heißt man sieht das bzw. dessen Seiten auf dem Desktop. Wenn man möchte kann man sich das Buch auch in seine persönliche Bibliothek stellen.

Zum richtigen Lesen ist das natürlich nicht so toll, da die Qualität der Seiten eher mau ist. Und beim am-Bildschirm-lesen scheiden sich eh die Geister.
Richtig praktisch ist dieser Dienst aber wenn man z.B. Zitate aus anderen Büchern nachschlagen will. Man muss also nicht in die Biblithek rennen um kurz ein Zitat zu überprüfen bzw. dessen Kontext lesen sondern kann das mit etwas Glück am Rechner machen. Wenn es zu dem gesuchten Buch keine Vorschau gibt kann es sein es gibt zu einer älteren eine.
Desweiteren hat man (Internet vorrausgesetzt) immer eine kleine Bibliothek zur Hand. Auch für Bücher, die man selbst besitzt ist das natürlich praktisch, da man die nicht immer mitschleppen muss, was bei entsprechender Dicke und Größe sehr mühsam sein kann.
In Kombination mit einer Literaturrecherche ist dieser Dienst auch ganz praktisch, da man sich u.U. gleich ansehen kann welchen Inhalt das Buch hat und ob das gesuchte Thema dort behandelt wird.
Auch ganz toll ist natürlich die Suchfunktion was bei einem gedruckten Buch logischerweise nicht funktioniert.
Außerdem erhält man so noch mehr Informationen zu dem Buch, Querverweise, Referenzen, etc.
Und viele weitere Features natürlich.

Aber wo Licht ist, ist natürlich auch Schatten. Denn wie schon erwähnt gibt es die Bücher nur teilweise in einer Vorschau. In dieser fehlen dann zum Teil auch Seiten. Ob man damit auch Romane findest hab ich zu kurz getestet um darüber eine Aussage zu machen.
Aber ich denke, dass es nicht das Ziel dieses Dienstes ist eine komplette Bibliothek der Weltliteratur zu schaffen, sondern einem einfach das Leben zu erleichtern. Denn wie schon gesagt ersetzt dies natürlich nicht die gedruckte Ausgabe eines Buches. Genuso wie Musik auf Myspace nicht eine CD ersetzt.

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Bildungsplan Informatik

Dienstag, Dezember 18, 2007

Habe heute zum ersten mal bewusst in den Bildungsplan Informatik (RS, BaWü, 2004) geschaut.
Nachdem ich erstmal erschrocken bin ob des Umfangs an Kompetenzen die unsere lieben Schüler zu “urteilsfähigen und emanzipierten Bürgern, die zu verantwortungsvollem Handeln fähig sind [machen sollen]“, wie es in den Leitgedanken beschrieben ist, sind mir zwei Kompetenzen aufgefallen, die mir irgendwie in dieser Form nicht als bildungsrelevant einleuchten.

1. Musik mit dem Computer gestalten.
Obwohl ich leidenschaftlicher Musiker bin verstehe ich nicht ganz was diese Kompetenz mit Informatik zu tun hat. Mir ist natürlich klar, dass Informatik bzw. ITG in BaWü in die Fächer integriert ist und dies scheinbar eine “informationstechnische Kompetenz” aus dem Fach Musik sein soll. Aber was das in der Praxis bedeutet ist mir einfach nicht klar. Werden da Audiodaten zwischen verschiedenen Formaten rumkonvertiert? Oder wird mit dem Computer Musik gemacht? Wenn ja, was hat das mit Informatik oder auch informationstechnischer Grundbildung zu tun? Ein bisschen mit Audacity in Mp3s rumschnipseln macht unsere Schüler meiner Meinung nach auch nicht mündiger. Man möge mich gerne aufklären. Ich bitte sogar darum!

2. Lizenzbestimmungen beachten sowie zwischen Free- und Shareware unterscheiden.
Dies hat mich wirlich geärgert. Die Unterscheidung zwischen Free- und Shareware halte ich für völlig trivial und belanglos, da es nur darum geht ob ich für eine Software letztendlich zahlen muss oder nicht. Diese Unterscheidung führt, wie ich finde, nur zu einer Scheinmündigkeit.
Viel spannender (vor allem für die Informatik) ist doch die Unterscheidung zwischen freier Software und nicht-freier Software. Dazu gehört natürlich auch, dass freie Software nichts mit Freeware zu tun hat (Die sprachliche Präzesion ist hier leider etwas unglücklich).
Vielleicht erkenne ich aber auch hier den tieferen Sinn nicht. Dann bitte ich natürlich um Aufklärung.