Archiv für die Kategorie ‘Freiheit’

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Open Source gut für die Wirtschaft

Dienstag, Juni 24, 2008

Heise meldet, dass eine Studie der EU hat harausgefunden, dass OpenSource Software gut für die Wirtschaft ist und die glaubt, dass OpenSource in den kommenden Jahren stark wachsen wird.

Des weiteren geben sie, beflügelt durch ihre Ergebnisse, an die Politik Handlungsempfehlungen aus. Darunter befindet sich unter anderem folgende für Lehrende wichtige Forderung:
“Zur Sicherung von Herstellerunabhängigkeit sollten Schüler und Studenten allgemeine Computerkenntnisse erwerben, statt sich nur mit konkreten Programmen vertraut zu machen.”

Find ich gut, dass das mal jemand sagt :-)

Ähnliches hab ich einmal an einem IT-Fitness Test bemängelt, der Computerkenntisse mit Microsoftkenntnissen gleichsetzte.

Welche Kraft in OpenSource steckt, zeigt auch Microsofts Bekenntnis zur (zumindest vorläufigen) Niederlage ihres Dokumentenformats OOXML.

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Offene Dokumentstandards

Mittwoch, Juni 11, 2008

Ich habe vor ein paar Tagen meine erste *.docx Datei bekommen. Das ist das neue (pseudo-offene) Dateiformat OOXML von MS Office. Natürlich ließ sie sich mit dem Word an der Hochschule nicht öffnen. Scheinbar gibt es dafür so einen Konverter. Aber der soll laut einem Kommilitonen auch nicht so richtig funktionieren.

Dumm nur, dass dieses Dateiformat vor kurzem von der ISO zu einem offenen Standard erhoben wurde. Toller Standard, wenn er nicht mit dem Officeprogramm meiner Wahl kooperiert. Brasilien, Indien, Südafrika und Venezuela haben gegen diesen Entschluss jetzt Protest eingelegt (Quelle). Danke!

Ob ODF oder OOXML ist mir ja prinzipiell egal. Auch wenn das eine von Microsoft ist. Was die Menschheit aber braucht ist ein (wegen mir auch mehrere) offener Standard für Dokumente, der sich mit jedem Programm verlustfrei öffnen lässt und der auch nicht durch irgendwelche Patente geschütz ist etc.
Das Ziel ist doch, dass jeder User Dokumente mit dem Programm seiner Wahl (MS Office, OpenOffice, StarOffice, …) öffnen kann. Und das am besten auch noch in zehn Jahren. Die aktuelle Situation ist verheerend. Alte Dokumente (vor allem alte docs) lassen sich mit aktueller Software (des gleichen Herstellers) kaum noch öffnen. Ein Kommilitone hat für solche Fälle nach eigener Aussage extra noch einen alten Win95-Rechner herumstehen. Und aktuelle Docs lassen sich nur unter Verlusten mit anderer Software öffnen. Irgendwer hat auch mal gesagt “das 21 Jahrhundert ist das am schlechtesten dokumentierte überhaupt”. Da ist wohl was dran …

Deshalb: Offene Standards für Dokumente jeglicher Art!
Wenigstens scheint Microsoft bald wohl das wirklich offene Format ODF unterstützen wollen (Quelle). Und falls OOXML dann doch noch vor der ISO scheitert bzw. soweit verbessert wird, dass man von einem offenen Standard sprechen kann, besteht Hoffnung für eine freie Informationsgesellschaft.

Vor allem für die Schule finde ich es wichtig offene Standards zu verwenden. Schließlich kann man niemand zwingen sich eine bestimmte Software zu kaufen - schon gar nicht in der Schule! Ausführlicher habe ich mich damit mal in einem älteren Beitrag beschäftigt.

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Ist Web2.0 eine Gefahr für den Rechtextremismus?

Sonntag, Juni 8, 2008

Ich ärgere mich gerade über ein Artikel von Golem “Erfolge gegen braune Hetze im Web 2.0“. Genauer gesagt ärgere ich mich nur über den Titel. Ich glaub da hat einfach jemand den Begriff Internet durch Web2.0 ersetzt, weil Web2.0 gerade besser klingt und Schlagzeilenfähiger ist. Der Artikel selbst bezieht sich meiner Meinung nach aber nicht speziell auf Web2.0 sondern aufs Internet allgemein.

Eine Frage die ich mir beim Ärgern gestellt hab war: Ist die Idee hinter Web2.0 eigentlich eine Gefahr für den Rechtsextremismus?
Die Idee von Web2.0 zeichnet sich für mich durch offene Diskussion, usergenerierte Inhalte, “demokratische Strukturen”, dezentralisierung, Meinungsfreiheit, kollektive Intelligenz, Vielfalt, etc aus
Prinzipien auf denen der Nationalsozialismus basiert passen hier nicht ins Bild: Führerprinzip, Hierarchie, Einheit, Zentralismus, Nationalismus, autoritäre Strukturen, Antiliberalismus, Demokratiefeindlichkeit, Gleichschaltung, Medienmonopolisierung, etc.

Ein (Neo-)Nazi, der Web2.0 (z.B. ein Blog) für die Verbreitung seiner perversen Ideen nutzt trifft auf diese völlig gegensätzlichen Strukturen. Das hieße er würde seine Ideen öffentlich zum Diskurs stellen. Für den Nazi wäre dies wahrscheinlich denkbar schlecht, da sein menschenverachtendes Gedankengut wohl sehr schnell von anderen niederdiskuttiert und widerlegt werden würde. Ich glaub nichts ist gefährlicher für Nazis als eine allgemein öffentliche Diskussion. Der obengenannte Artikel stützt diese These sogar: “Meist können die Verbreiter der menschenverachtenden Propaganda nicht offen auftreten, weil die Masse der Jugend sie ablehnt

Was meint ihr?

P.S.: Muss ich mir jetzt eigentlich um meine Sicherheit Gedanken machen?

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Lokale Betriebssysteme sind doch out

Dienstag, April 29, 2008

Google geht mir auf den Wecker! Irgendwie ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass Google theoretisch über meine komplette Persönlichkeit bescheid weiß. Ein Indikator zu dieser Erkenntnis war, dass Google in seinem Mailangebot am oberen Bildschirmrand immer öfter Werbung brachte, die sich direkt auf den Inhalt der Mail bezog. Mitunter auf sehr persönliches. Dinge, die Google eben wirlich nichts angehen. Dinge, die vielleicht auch nicht jeden Bekannten etwas angehen. Fairerweise muss man sagen, Google macht nur das, was ich ihnen erlaubt habe. Lange Rede kurzer Sinn: Ich will weg von dieser Datenkrake.

Dummerweise sind die Dienste von Google einfach genial. Es muss also ein Ersatz her, der zumindest möglichst nah ran kommt.

Insgeheim träume ich ja von einem virtuellen Schreibtisch im Internet. Ein Arbeitsplatz also, an dem ich alles von jedem Computer aus ohne große Vorraussetzungen erledigen kann. Natürlich web2nullig mit Kooperation und so. Es gibt zwar viele Dienste, die tolle Tools anbieten, allerdings will ich alles zusammen und einheitlich haben (googleapps, zoho, …?). Da besteht aber sofort das Problem, dass ein Dienst alleine gesammelt meine Daten hat. Will ich aber nicht. Besonders nicht zu Benutzungsbedingen wie bei Google. Näheres dazu bei Wolfgang Neuhaus.

Ich habe mir deshalb mit einem Kumpel überlegt, dass wir uns einen Root-Server anschaffen auf dem wir unser eigener Dienstleister sein können. Mit Mailserver, Webserver, usw.

Bei vielen Groupwareprodukten (egroupware, citadel, horde) fehlt mir dabei leider die Funktionalität, die ich von Google gewöhnt bin. Hauptsächlich vermisse ich z.B. eine Autovervollständigung von Emailadressen. Wer führt denn heutzutage noch ein Emailadressbuch? Ich jedenfalls nicht.

Bei der Suche nach anderen geeigneten Programmen bin ich auf eyeOS gestoßen. Eine Art Betriebssystem für den Browser. Basiert dabei wie Googleapps auf AJAX. Das macht das ganze schön interaktiv und ermöglicht Dinge wie die Autovervollständigung. Man installiert die Software also auf dem Webserver und hat, so wie ich mir das vorstelle, an jedem Rechner (auch Palm, etc.) sein eigenes Betriebssystem mit den wichtigsten Programmen, die man zum vernetzten Arbeiten benötigt. Lokale Ordner können dabei mit Ordnern auf dem Server synchronisiert werden. Ein erster Blick verspricht viel Gutes - Tolle Funktionen, Durchdacht und Hübsch. Witzig, jedoch irgendwie sinnlos finde ich den Browser im Browser. Schön wär’s, wenn man dieses “Betriebssystem” direkt beim Anmelden am System als Oberfläche auswählen könnte. Also anstatt GNOME, KDE, o.ä.
Ich werde die Software wohl in den nächsten Wochen auf nem lokalen Webserver testen und dann vielleicht mal mehr dazu schreiben.

Falls jemand tolle Software kennt, die meine beschriebenen Anforderungen erfüllt würde ich mich über einen Hinweis freuen. Natürlich nur freie Software.

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Bitte keine Werbung einwerfen

Dienstag, Februar 26, 2008

Bringt nichts!

Heute war wieder ein ganzes Paket an Werbematerialien in meinem Briefkasten. Allemeines Thema der Werbeflyer war diesesmal Umzug. 2x Umzugsfirma, 1x Teppichreinigung, 1x Bettenhaus für nach dem Umzug und 1x Autoankauf). Und das machte mich dann irgendwie stutzig. Warum bekomme ich ICH ausgerechnet JETZT verschiedene Werbezettel ausgerechnet Werbeflyer zum UMZUG?

Zufall? Wäre zumindest eine Möglichkeit. Eigentlich zieht doch jeder mal um.

Oder kein Zufall? Wusste die Werbezettel-Reinwerf-Firma vielleicht, dass ich Lehramtstudent bin, der gerade seine Regelstudienzeit mit 7 Semestern beendet hat, nachdem ich im WS 2004/05 begonnen habe? Deshalb vielleicht bald umziehen werde und somit auch meine Bude mit Teppichboden (den ich tatsächlich habe) ordentlich hinterlassen muss. Und wenn man ja schonmal umzieht kann man auch mal gern ein neues Bett kaufen - denn wenn schon denn schon. Und schließlich sind Studenten auch bekannt dafür Schrottkarren ihr eigen zu nennen. Ein Schrottkarren-Ankauf-Zettel gehört deshalb unbedingt in das Werbepaket, das man einem Studenten gegen Ende seines Studiums zukommen lassen kann.

Nun, ich gebe zu, dass man all diese Informationen noch vor etwa einem Jahr auf einer bekannten Community für Studenten einsehen konnte. Abgesehen davon, dass der Überbringer dieser Zettel an meinem Briefkasten hätte scheitern sollen bin ich eigentlich an diesem ganzen schlicht und ergreifend selbst Schuld! Man weiß es doch eigentlich besser …

Das erinnert mich daran, dass ich schon lange mal eine Cleaning-Google-Action machen wollte. Die Akte StudiVZ habe ich immerhin schon geschlossen. Vielleicht leg ich mir auch einfach mal einen Künstlernamen zu.