Archiv für die Kategorie ‘Informatik’

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Time goes by

Dienstag, Dezember 16, 2008

Lang ist’s her, dass ich hier etwas geschrieben habe.

In der Zwischenzeit ist so einiges passiert. Zu allererst freue ich mich, dass ich in den letzten Monaten mein erstes Staatsexamen abgelegt habe. Im Großen und Ganzen bin ich damit auch zufrieden. Für’s Referendariat das im Februar beginnt musste ich allerdings eines meiner vier Fächer ablegen. Getroffen hat es Technik – zugunsten von Informatik. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, da beides Fächer sind, die mir sehr am Herzen liegen. Ein Grund war der Gedanke, dass ich in Informatik eine gewisse Berufung dahingehend sehe, dieses junge Fach an Schulen und im Bildungsplan zu etablieren. Schließlich leben wir nicht mehr im 20. Jahrhundert! Und ich sehe in Informatik ein Fach, das für die Zukunft unseres Lands eine erhebliche Rolle spielt.

Letzte Woche wurde ich überrascht, indem mir mitgeteilt wurde, dass ich in’s Lehrerseminar Karlsruhe kommen werde – das war nicht so geplant. Aber jammern hilft nichts, denn nach vorne denken muss man. Sehr angenehm war ich dann überrascht von der Botschaft, dass meine Schule in der ich mein Referendariat bestreiten werde in Mannheim ist. Ich glaube Mannheim (und das ganze Gebiet drumherum) ist eine tolle Gegend! So gesehen war’s Glück im Unglück ;-)

Ich bin also sehr gespannt, wie die nächsten Monate verlaufen werden. Es wird definiv eine sehr spannende Zeit – im Gegensatz zu den letzten Monaten. Jetzt steht erst mal ein Umzug nach Mannheim an. Wohnungssuche inklusive. Aber eigenlich mag ich Umzüge. Drei mal umgezogen ist wie einmal abgebrannt, mit dem Unterschied, dass man sich raussuchen kann was im Müll landet. Nicht im Müll gelandet ist allerdings (beides aus der hintersten Schublade) mein Praktikumsbericht von BOGY aus der 10. Klasse wo ich bei der Firma Freudenberg in Weinheim war und ein Reisebericht meiner Studienfahrt Tunesien aus der Klasse 12. Kennt jemand zufällig ne Webanwendung mit der man so Bild-Reiserouten erstellen kann um sie mit anderen zu teilen?

In der Zukunft will ich mich wieder mehr am Web beteiligen. Maschendraht, LdL und ein Physikernetzwerk ist z.B. etwas an dem ich mich schon lange beteiligen wollte. Interessant ist übrigens, dass sich meine neue Schule als „freien Lernort“ sieht. Ein Punkt ist dabei, dass ein freier Lernort die Möglichkeit der Öffnung nach außen vorsieht (Maschendraht lässt grüßen). Außerdem bietet die Schule als Pilotprojekt für Schüler den ECDL, den europäischen Computerführerschein, an. Scheint mir im Gegensatz zu IT-Fitness ne runde Sache zu sein.

Nun aber genug der Dinge.

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Aussagen von Diagrammen

Mittwoch, Juli 23, 2008

Der Klima-Lügendetektor hat in einer bekannten deutschen Zeitung eine Anzeige einer bekannten Automarke entdeckt.

Wenn man sich das Diagramm dieser Anzeige anschaut könnte man schnell meinen, dass diese Firma im Kraftstoffverbrauch ihrer Flott enorme Fortschritte gemacht hat. Man stelle sich nun aber vor, wie die Grafik aussehen würde, wenn die y-Achse bis zum unteren Ende gezeichnet worden wäre. Also bis zu 0 l/100km. Würde man diesen Eindruck dann immer noch gewinnen?

Toll was man mit Daten machen kann, wenn man sie ein bisschen geschickter darstellt.

Hat jemand weitere Beispiele? Sowas kann man bestimmt schön in der Schule einsetzen.

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QWERTZ – Zehnfingersystem

Mittwoch, Juli 23, 2008

Kann das eigentlich jemand?

Dieser Eintrag ist, nach kurzer Eigenbeobachtung, in einem Dreifingersystem geschrieben. Mit dem bin ich zwar relativ schnell aber eigentlich nicht sehr effizient. Ich mache viele Fehler, muss mich manchmal verrenken und zudem ständig auf die Tasten schauen. Trotzdem hab ich so ohne größere Probleme ein 80-Seiten-Werk geschrieben.

Deshalb würde mich interessieren: Wer kann das Zehnfingersystem richtig? Wer hat es (in der Schule) gelernt? Wer findet es gut/ schlecht? Kann jemand ein anderes System (Neo, …)?

Ich habe mir gedacht, dass ich, bevor ich altersmäßig meine motorischen Fähigkeiten verliere, dieses System noch lernen möchte. Weil schneller, cooler, etc.
Hab dazu auch ein schönes Programm gefunden: Tipp10.
Tipp: Kann man sich auf den USB-Stick packen und in kurzen Langeweilephasen (z.B. Pausen) an fremden Rechnern üben.

Leuten, die das lernen möchten kann ich das sehr empfehlen. Ich bin selbst erstaunt, wie schnell ich die ersten Lektionen gemeistert habe. Auch schön zu  beobachten war, wie ich in den Pause gelernt habe. Hatte ich vor einer längeren Pause noch kaum Punkte, schaffte ich nach dieser Pause auf den ersten Versuch eine (für mich) sehr hohe Punktzahl.

Andererseits frage ich mich, ob ich nicht gleich ein anderes System lernen sollte. Z.B. NEO. Das soll wohl einige Vorteile bieten. Nur hab ich dann das Problem, dass ich für andere Rechner erst wieder qwertz brauche. Aber vielleicht gibt’s ja ein Programm für den USB-Stick, das mein Tippen auf anderen Rechnern einfach übersetzt.

Und noch was würde mich interessieren: In der Schule machen? Ja – Nein?
Link: http://wiki.zum.de/10-Finger-System

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Open Source gut für die Wirtschaft

Dienstag, Juni 24, 2008

Heise meldet, dass eine Studie der EU hat harausgefunden, dass OpenSource Software gut für die Wirtschaft ist und die glaubt, dass OpenSource in den kommenden Jahren stark wachsen wird.

Des weiteren geben sie, beflügelt durch ihre Ergebnisse, an die Politik Handlungsempfehlungen aus. Darunter befindet sich unter anderem folgende für Lehrende wichtige Forderung:
„Zur Sicherung von Herstellerunabhängigkeit sollten Schüler und Studenten allgemeine Computerkenntnisse erwerben, statt sich nur mit konkreten Programmen vertraut zu machen.“

Find ich gut, dass das mal jemand sagt :-)

Ähnliches hab ich einmal an einem IT-Fitness Test bemängelt, der Computerkenntisse mit Microsoftkenntnissen gleichsetzte.

Welche Kraft in OpenSource steckt, zeigt auch Microsofts Bekenntnis zur (zumindest vorläufigen) Niederlage ihres Dokumentenformats OOXML.

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Programmieren mit Schülern in authentischen Problemkontexten

Mittwoch, Juni 4, 2008

Seit einiger Zeit beschäftigt mich die Frage, wie man mit Schülern problemorientiert programmieren kann (authentischer Problemkontext). Beim Programmieren im Unterricht ergibt sich meiner Einschätzung nach schnell das Problem, dass konkrete Bedürfnisse, die ein Computerprogramm erfordern, fehlen. Ich selbst habe damals einen Taschenrechner (also einen, wie er in jedem Betriebssystem vorinstalliert ist) programmiert und andere unnütze Dinge.

Da Informatik bzw. ITG in Baden-Württemberg eh in die anderen Fächer integriert ist, bietet sich eine Kooperation mit dem Fach Technik an. Im Bereich der Informationstechnik gibt es den Aspekt „Steuern und Regeln“. Der Computer kann hierbei als Hilfsmittel dienen.

Man könnte z.B. mit den Schülern ein Projekt mit einem Gewächshaus durchführen (vielleicht sogar fächerübergreifend mit Biologie/ NWA). Also erst anhand irgendwelcher biologischer Gesichtspunkte planen, dann bauen, usw.
Der Punkt, an dem die Informatik und die Informationstechnik ansetzt ist das Problem, dass im Gewächshaus eine bestimmte Temperatur und Luftfeuchte gehalten werden muss. Mit Temperaturfühlern, etc. kann man diese Werte messen und über ein Interface (das die Schüler vielleicht sogar selbst herstellen) an den Computer weitergeben. Diese müssen dort mit einem Programm ausgewertet werden welches wiederum Befehle an Befeuchter etc weitergibt (EVA-Prinzip).

Mögliche Algorithmen wären z.B.:

  • Wenn die Luftfeuchtigkeit unter 70% fällt, schalte den Befeuchter ein, ansonsten mache nichts.
  • Wenn der Bestäuber eingeschaltet ist und Luftfeuchtigkeit über 80%, schalte den Befeuchter aus.
  • Direkte Steuerung: Öffne Lüftungsklappen, etc.
  • Zeitgesteuert: Setze t (Timer) auf 100. Ziehe pro Sekunde 1 ab. Solange der Timer >0 ist schalte Gießsystem alle 7sek 3sek lang ein.

Ich denke bis auf das letzte Beispiel, welches eher was für Experten ist, sollten diese Algorithmen für alle Schüler machbar sein. Die Schüler lernen dabei ein zentrales Konzept der Informatik den Algorithmus, mit wesentlichen Konzepten wie Folge, Schleife und Verzweigung kennen. Die Schüler schreiben also ein Programm, das eine Vorschrift für die Lösung eines Problems enthält (vgl. Def. Algorithmus in Schneider/ Werner (2007). Taschenbuch der Informatik).

Wer hat weitere Ideen, wie man mit Schülern problemorientiert programmieren kann?

Weiterführender Link:
http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/technik/rs/steuern/