Archiv für die Kategorie ‘Musik’

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Genau was du brauchst

Donnerstag, März 27, 2008

… lautet der Titel der aktuellen EP meiner Musikkapelle. Falls jetzt jemand tatsächlich auf unseren allzu offensichtlichen Trick hereinfällt, kann er sein Bedürfnis ab sofort hier befriedigen. Und das tolle ist man kann, wie angekündigt, selber entscheiden wieviel man zahlen möchte. Und: Man bekommt nicht nur eine EP sondern gleich zwei! Die lieben Sugarbird, mit denen wir im März auf Tour waren, sind nämlich mit von der Partie.

Wer sich’s vorher anhören will kann das hier tun:
http://www.lastfm.de/music/Herr+Stilz+seine+Freunde
http://www.lastfm.de/music/Sugarbird

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Musikvertrieb in Netz

Dienstag, Januar 8, 2008

Im vergangenen November hab ich einige Zeit im Pfullinger Artist Tonstudio verbracht. Der Grund war die aktuelle EP meiner Band “Herr Stilz seine Freunde“.
Herausgekommen sind dabei 4 Lieder. Die gab’s zwar auch schon davor aber jetzt auch in medialer Form.
Es ist schön, wenn man, nachdem alles fertig aufgenommen, gemischt, gemastert ist, das Gefühl hat, dass das das Beste ist was man bisher fabriziert hat.

Damit auch andere in den Genuss kommen haben wir ein Lied davon schonmal bei Myspace hochgeladen.

Desweiteren haben wir viel überlegt, wie wir die Platte vermarkten können. Zum einen erscheint die EP als Split-EP mit den wunderbaren Sugarbird aus Darmstadt. Zum anderen soll diese EP vor allem über’s Internet vermarktet werden. Da wir das Gefühl hatten, dass der letzte Deal mit Motor Digital nicht so “der Bringer” war versuchen wir es diesesmal wieder in Eigenregie.

Dazu wird es für die EP ein Portal geben über das man alle Lieder herunterladen kann und per Eingabefeld selbst entscheiden kann wieviel man zahlen möchte. Einschließlich 0€. Je nachdem welchen Betrag man eingegeben hat bekommt man verschiedene Zahlungsmöglichkeiten (oder eben auch keine) angzeigt. PayPal lohnt sich z.B. erst ab einem gewissen Betrag. Danach bekommt man seinen Downloadlink. Leute, die etwas bezahlt haben bekommen zudem, nachdem die Zahlung eingegangen ist, einen Zugangsschlüssel zu einem gesperrten Bereich in dem es noch weitere Schmankerl zum freien Download gibt. Wir planen z.B. Unplugged Aufnahmen, Videos, o.ä.
Zusätzlich zum Downloadangebot wird es aber auch eine physische Version auf CD geben, die es bei Konzerten zu kaufen gibt.

Warum machen wir das?

  • Wir wollen was Neues versuchen.
  • Wir wollen vor allem, dass mehr Leute unsere Musik hören.
  • Wir glauben an die Gleichung (viele-Leute-mit-wenig-Geld = wenig-Leute-mit-viel-Geld)
  • Der Gedanke, dass der Käufer den Preis selbst bestimmen kann gefällt uns.
  • Wie alle Bands, die das machen, sind wir natürlich auch scharf auf das Medienecho.

P.S.: Ich habe auf der Platte eine neue Anschlagtechnik (für E-Bass) ausprobiert. Nichts weltbewegendes aber ziemlich cool. Im Prinzip greift man einfach einen Quintakkord mit dem ersten und dritten Finger (Powercord ohne Oktave). Dazu mit dem Plektrum die Saiten von oben stark anschlagen. Wie gesagt nichts weltbewegendens aber ich hab immerhin ein paar Jahre gebraucht um das zu entdecken. Und ich hab bisher auch niemand gesehen der das so verwendet ;-)
Klingt auf den unteren Saiten (E und A) in den höheren Bünden (4- 10) abartig fett! In den zu tiefen Bünden klingts dagegen wummrig und zu hoch ists nicht fett.
Wenn man das richtig und vor allem beherzt macht hat man einen Sound, der durch Mark und Bein geht. Vorrausgesetzt der Bass ist sehr gut gestimmt ;-)
Die Technik bringts vor allem an tragenden Stellen. Wo man sich so in die Musik reinlegen kann und alles um einen herum verschwimmt bzw. einfach nicht mehr da ist.

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Bildungsplan Informatik

Dienstag, Dezember 18, 2007

Habe heute zum ersten mal bewusst in den Bildungsplan Informatik (RS, BaWü, 2004) geschaut.
Nachdem ich erstmal erschrocken bin ob des Umfangs an Kompetenzen die unsere lieben Schüler zu “urteilsfähigen und emanzipierten Bürgern, die zu verantwortungsvollem Handeln fähig sind [machen sollen]“, wie es in den Leitgedanken beschrieben ist, sind mir zwei Kompetenzen aufgefallen, die mir irgendwie in dieser Form nicht als bildungsrelevant einleuchten.

1. Musik mit dem Computer gestalten.
Obwohl ich leidenschaftlicher Musiker bin verstehe ich nicht ganz was diese Kompetenz mit Informatik zu tun hat. Mir ist natürlich klar, dass Informatik bzw. ITG in BaWü in die Fächer integriert ist und dies scheinbar eine “informationstechnische Kompetenz” aus dem Fach Musik sein soll. Aber was das in der Praxis bedeutet ist mir einfach nicht klar. Werden da Audiodaten zwischen verschiedenen Formaten rumkonvertiert? Oder wird mit dem Computer Musik gemacht? Wenn ja, was hat das mit Informatik oder auch informationstechnischer Grundbildung zu tun? Ein bisschen mit Audacity in Mp3s rumschnipseln macht unsere Schüler meiner Meinung nach auch nicht mündiger. Man möge mich gerne aufklären. Ich bitte sogar darum!

2. Lizenzbestimmungen beachten sowie zwischen Free- und Shareware unterscheiden.
Dies hat mich wirlich geärgert. Die Unterscheidung zwischen Free- und Shareware halte ich für völlig trivial und belanglos, da es nur darum geht ob ich für eine Software letztendlich zahlen muss oder nicht. Diese Unterscheidung führt, wie ich finde, nur zu einer Scheinmündigkeit.
Viel spannender (vor allem für die Informatik) ist doch die Unterscheidung zwischen freier Software und nicht-freier Software. Dazu gehört natürlich auch, dass freie Software nichts mit Freeware zu tun hat (Die sprachliche Präzesion ist hier leider etwas unglücklich).
Vielleicht erkenne ich aber auch hier den tieferen Sinn nicht. Dann bitte ich natürlich um Aufklärung.

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Rechtsverwirrung

Montag, November 26, 2007

Manchmal, wenn ich bei Konzerten meiner Band auf der Bühne stehe, wundere ich mich mich wie das Publikum begeistert mitsingt. Obwohl ich mit Sicherheit weiß, dass wir in dieser Stadt bisher vielleicht an die 15 CDs verkauft haben (In unserem Stadium weiß man das noch). Bei ca. 30 mitsingenden Leuten geht die Rechnung einfach nicht auf. Mein Tipp: Ein klassischer Fall von Privatkopie.
Manchmal gestehen auch vereinzelte Fans schamerfüllt unsere CD gebrannt zu haben. Ich klär die Leute dann immer auf, dass ihr Tun völlig legal war. Die Industrie tut nur immer so als ob alles kopieren verboten sei. Dabei hat man das Recht z.B. Musik privat zu kopieren und auch in seinem Bekanntenkreis in kleiner Stückzahl weiterzugeben- solange man keinen wirksamen Kopierschutz umgeht. Man zahlt sogar dafür! Und zwar beim Kauf jedes Rohlings und des zugehörigen Brenners.
Nebenbei: Ich als Musiker habe überhaupt kein Problem damit, wenn sich jemand unsere CD brennt anstatt sie für faire 10€ zu kaufen (Ihm entgeht dabei natürlich ein klasse Booklet). Hauptsache er hört unsere Musik, kommt zu den Konzerten und singt weiter fleißig mit. Die Branche entwickelt sich meiner Einschätzung nach eh weg von der CD hin zu Livekonzerten. Früher hat ging man auf Tour um die Platte zu verkaufen. Heute produziert man eine Platte um ein Grund für eine Tour zu haben.

Die ZEIT hat zu diesem Thema in Kooperation mit irights.info für Lehrer kostenloses Lehrmaterial mit dem Namen Medienkunde erstellt. In einem Kapitel geht dabei um Urheberrechte, da dieses Thema auch in der Schule immer aktueller wird. Sei es beim selbstgedrehten Schulfilm mit der Hintergrundmusik von Band xy, bei der Frage ob das Referat ein Plagiat war oder welche Bilder in die Schülerzeitung dürfen.
Auch im privaten Bereich der Schüler ist dieses Thema mittlerweile sehr brisant, da Computer Einzug in Kinderzimmer genommen haben. Was darf man? Welche CD darf ich brennen und welche nicht? Und wie ist das eigentlich bei Software? Wieso ist z.B. OpenOffice dann umsonst?

Ein Auszug mit dem Kapitel über die Urheberrechte kann man hier runterladen.
Viele, viele weitere Informationen kann man sich auf der Homepage von iRights.info besorgen, auf die ich in Bezug auf obiges auch verweisen möchte, da ich keine Gewähr auf die Richtigkeit geben kann. Ich habe zudem bewusst vereinfach!

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Pachelbel 2.0

Sonntag, August 12, 2007

In ein paar Wochen feiern meine Großeltern ihren Geburtstag. Zur Freude aller werden mein Onkel, zwei Cousinen und ich dort im Cello-Quartett mehrere klassische Stücke zu Gehör bringen.
Da so etwas geübt werden muss (man will sich schließlich nicht blamieren) greife ich heute zum Cello und schaue mir die Noten an. Aha - der Kanon von Pachelbel.
Da ich am besten üben kann wenn ich es schon mal gehört habe werf ich den Rechner an und gebe mal so ins Blaue bei youtube kanon und pachelbel ein.
Als ersten Treffer wird mir folgenes Video gezeigt:
http://youtube.com/watch?v=QjA5faZF1A8 - Wow cool! Aber: Schockzustand! Das werde ich wohl nie spielen können. Ein kurzer vergleichender Blick in die Noten läßt meinen Puls wieder beruhigen und die Erkenntnis setzt sich durch “der spielt nicht das was ich in den Noten habe”.

Schon der zweite Treffer offenbart mir die wohl gesuchte Version:
http://youtube.com/watch?v=6wpPk8qk3uQ. Ja klingt schön und ist wohl auch machbar (Nein, ich spiel nicht die Bassstimme).

Doch es scheint noch viel mehr Treffer zu geben. Mal schauen …
Aha! Mit dem E-Bass geht das also auch:
http://youtube.com/watch?v=UgcCDIEIJkg.
Und erst mit der Gitarre:
http://youtube.com/watch?v=N9to1auUNTk. Super gefällt mir!
Und noch ein Medley der Youtube-Frickler-Fraktion:
http://youtube.com/watch?v=dMWl_5NujBw

Ganz toll find ich diese Version: http://youtube.com/watch?v=yflWG-e38OU

Langsam aber sicher geht mir das ganze tierisch auf den Geist und ich fühl mich wie dieser junge Herr hier:
http://youtube.com/watch?v=JdxkVQy7QLM. Grandios!

In diesem Sinne … I see you in hell Pachelbel.