… heißt das andere Schwerpunktthema meiner mündlichen Staatsprüfung in EW.
Wie zum ersten Thema hab ich dazu eine Mindmap erstellt.
Eigentlich fern vom „exemplarischen“ und „sokratischen“ Prinzip hat Wagenschein eine Handvoll „genetische Faustregeln“ aufgestellt, um sich, trotz widriger Vorraussetzungen (z.B. Einzelstunden), einem genetischen Lehren annähern zu können:
- Erst das Erstaunliche (durchaus schwere), dann das Selbstverständliche (einfache).
- Erst das Naturphänomen, dann das Laborphänomen.
- Erst qualitativ, dann quantitativ.
- Erst das Phänomen, dann die Theorie, dann das Modell.
- Erst die Entdeckung, dann die Erfindung.
- Erst der Einzelfall, dann das Allgemeine.
- Erst die Muttersprache, dann die Fachsprache.
- Erst die Langsamen, dann die Schnellen.
- Erst die Mädchen, dann die Jungen.
Das Ganze ist natürlich (von mir) stark gekürzt! Wagenschein führt die einzelnen Punkt genauer aus – auch um Missverständnisse zu vermeiden (z.B. Punkt 8). Ich denke diese Punkte sind aber eine recht gute Richtlinie für den wissenschaftlichen Unterricht – auch wenn er nicht nach Wagenschein erfolgen soll. Und zumindest lohnt es sich darüber nachzudenken.
Literatur: Wagenschein, M. (1991). Verstehen lehren. Genetisch – Sokratisch – Exemplarisch. Weinheim/ Basel: Beltz Verlag


