Archiv für die Kategorie ‘Pädagogik’

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Wagenschein

Freitag, September 5, 2008

… heißt das andere Schwerpunktthema meiner mündlichen Staatsprüfung in EW.

Wie zum ersten Thema hab ich dazu eine Mindmap erstellt.

Eigentlich fern vom „exemplarischen“ und „sokratischen“ Prinzip hat Wagenschein eine Handvoll „genetische Faustregeln“ aufgestellt, um sich, trotz widriger Vorraussetzungen (z.B. Einzelstunden), einem genetischen Lehren annähern zu können:

  1. Erst das Erstaunliche (durchaus schwere), dann das Selbstverständliche (einfache).
  2. Erst das Naturphänomen, dann das Laborphänomen.
  3. Erst qualitativ, dann quantitativ.
  4. Erst das Phänomen, dann die Theorie, dann das Modell.
  5. Erst die Entdeckung, dann die Erfindung.
  6. Erst der Einzelfall, dann das Allgemeine.
  7. Erst die Muttersprache, dann die Fachsprache.
  8. Erst die Langsamen, dann die Schnellen.
  9. Erst die Mädchen, dann die Jungen.

Das Ganze ist natürlich (von mir) stark gekürzt! Wagenschein führt die einzelnen Punkt genauer aus – auch um Missverständnisse zu vermeiden (z.B. Punkt 8). Ich denke diese Punkte sind aber eine recht gute Richtlinie für den wissenschaftlichen Unterricht – auch wenn er nicht nach Wagenschein erfolgen soll. Und zumindest lohnt es sich darüber nachzudenken.

Literatur: Wagenschein, M. (1991). Verstehen lehren. Genetisch – Sokratisch – Exemplarisch. Weinheim/ Basel: Beltz Verlag

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Projektarbeit mit Medien

Mittwoch, August 20, 2008

… heißt eines der Schwerpunktthemen meiner mündlichen Staatsprüfung in der Erziehungswissenschaft.

Um einen Überblick zu gewinnen und um mir selbst ein Bild davon zu machen, hab ich das Thema in einer MindMap strukturiert. Dank Mindmeister.com kann ich die Mindmap hier ganz praktisch per Link teilen.

Einerseits ist die Mindmap noch zu groß bzw. umfangreich. Bis zur Prüfung werde ich noch versuchen das wirklich Wesentliche herauszuarbeiten. In der Kürze liegt hoffentlich die Würze, denn sooo viel ist in 7 min pro Schwerpunkt kaum möglich. Andererseits ist sie natürlich auch noch nicht vollständig, da ich mit dem Thema noch nicht durch bin ;-)

Ich mag Mindmaps. Gerade beim Aufbereiten eines Themas sind sie eine tolle Hilfe. Man kann so die wichtigsten Begriffe und Konzepte vernetzen und mit Notitzen versehen. Toll find ich auch mindmeister.com, da es gute Möglichkeiten zur Kollaboration bietet. Wer also Anregungen hat kann sie entweder hier als Kommentar posten oder er/sie bittet mich einfach um Schreibrechte  (Mail oder Kommentar schreiben). Außerdem sehen die Mindmaps hübsch aus. Mehr zu Mindmeister weiß Peter Baumgartner.

Kennt jemand ein ähnliches Tool für Concept-Maps? Gerade für die System-Vernetzung von Themengebieten, Begriffen, etc. in der EW fänd ich das brauchbar!

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Der offene Lehrer

Mittwoch, Juli 16, 2008

Inspiriert von Cspannagels Konzept des öffentlichen Wissenschaftlers habe ich mich entschieden ähnliches für mich als angehenden Lehrer zu probieren. Dazu habe ich, in Anlehnung an Christian Spannagel, einen ersten Versuch gewagt für mich eine „Philosophy of Teaching“ zu entwerfen. An den Inhalten und an der Struktur gibt’s natürlich noch einiges zu füllen und zu feilen, ist aber immerhin schon mal ein Anfang.

Ich verspreche mir davon Folgendes:

  • Mein Handeln als Lehrperson soll für Schüler, Eltern, Kollegen, Interssierte transparent sein.
  • Ich möchte meine Philosophie öffentlich diskutieren. Ich möchte offen sein für Kritik und gleichzeitig andere inspirieren. Dies kann für alle eine Lernmöglichkeit sein.
  • Ich lerne ab dem Moment, in dem ich meine Gedanken aufschreibe unglaublich viel über meine Lehrerrolle und die zugrunde liegenden Prinzipien und Konzepte über die ich schreibe.
  • Ich kann mich selbst-reflektiert in meine Lehrerrolle hinein finden und so meinen Lehrcharakter bzw. Lehrstil entwickeln.
  • Indem ich mich öffne ist es auch eine Art der Evaluation von Unterricht. Schüler haben so die Möglichkeit einer anonymen Rückmeldung und Bewertung.
  • Eventuell noch weiteres, dass mir zu dieser späten Stunde nicht mehr einfällt ;-)

Ich habe die Seite bisher bei wikiversity.org erstellt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob dies der richtige Ort ist, da die Diskussionsfunktion für Computerferne vielleicht ein wenig abschreckend ist.
Außerdem hab ich mich gefragt, weshalb es sinnvoll sein könnte das ganze in einem Wiki zu verwirklichen. Allerdings hab ich festgestellt, dass es für andere, die vielleicht auch mal den Wunsch haben sich so eine Seite zu erstellen, recht einfach ist Inhalte zu übernehmen. Wie ich z.B. die Struktur teilweise von Christian Spannagel übernommen habe.

Ich würde mich freuen, wenn noch andere diesen Weg gehen wollen, sodass ein reger Austausch von Ideen entstehen kann.

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Gang nach Canossa

Donnerstag, Januar 10, 2008

Bin gerade über eine alte Homepage eines Freundes gestolpert. Dessen damals unbedarfter Umgang mit rechtlichen Dingen (div. Downloads, Urheberrechte von Bildern, etc.) hat mich an den jähen Untergang meiner eigenen Hompage erinnert, die ich vor einigen Jahren mit einem anderen Freund zusammen, anlässlich des Versagens der deutschen Nationalmannschaft bei der EM2000, baute.
War sie erst unter euro2000fucker.sindcool.de zu erreichen registrierte man schließlich, einhergehend mit einer Erweiterung der thematischen Inhalte auf Che Guevara, die Domain www.revolutionaere.de – damals noch umsonst bei freecity.

Bei Anti-BertiVogts und Che Guevara sollte es jedoch nicht bleiben und weitere willkürliche Themen, die uns bewegten bestimmten den Inhalt. So entstand z.B. eine Shitlist von Leuten des öffentlichen Leben, die in jenem Monat durch besonders schlechte Taten hervorstachen. Das tolle dabei: Die Besucher konnten mittels Formular eine mehr oder weniger demokratische Wahl treffen. Der gewählte bekam dann den ichweißzumglücknichtmehr-Award per Email zugesandt.
Um Weihnachten dann fand, neben den obilgatorischen Downloads von div. Kleinsoftware, eine ganz besonders kreative Idee Einzug in unsere Homepage. Denn es war schließlich an der Zeit den Besuchern etwas zurückzugeben. Und um natürlich im schulweiten Wettbewerb, wer die bestbesuchte Homepage hat, weiter Boden gut zu machen (es gab damals etwa 10 Schüler die eine hatten).

Die neue Rubrik hieß Millionenklick – angelehnt an ein Gewinnspiel von web.de, das damals noch einen guten Emaildienst anbot (um mir einen kleine Seitenhieb zu erlauben). Für diese Rubrik hatte ich einen 20Mark-Schein eingescannt und hab diesen mit einer Anleitung zum ausdrucken und zusammenkleben als Weihnachtsgeschenk präsentiert. Das alles natürlich verpackt in eine schöne Geschichte und der Aufforderung diesen Geldschein kreativ zu benutzen. Z.B. um damit per Mail die Schulden der dritten Welt Länder zu begleichen o.ä.

Fanden einige auch ganz witzig – nur die Polizei nicht. Die kam meinem üblen Treiben nämlich sehr bald auf die Schliche und stand eines Mittags nach der Schule vor meiner Haustür und verlangte nach einem der da so eine Homepage gemacht hat. Mein erster Gedanke damals war, ob ich denn irgend so ein unsäglichen Preis gewonnen hatte. Es stellte sich aber sehr bald das Gegenteil heraus. Die Beschuldigung: Herstellung von Falschgeld und Aufruf zur Verbreitung. Pikanterweise war damals wegen der Währungsreform sehr viel Falschgeld im Umlauf.
Die beiden Herren waren natürlich zu zweit angerückt. Einmal Kripo Reutlingen und einmal LKA. Der LKA-Mann war nicht nett der Kripo-Mann dagegen schon. Ich hatte also meine Vertrauensperson gefunden. Das „Good Cop – Bad Cop“ Prinzip eben. Zu diesem durfte ich dann mit meinem Freund, der mir erst nicht glaubte, auch zur Vernehmung – Dezernat Wirtschaftskriminalität.

Nach dem anfänglichen Schrecken und der vermeintlich drohenden Jugendhaftstrafe entpuppte sich das Gespräche als eher locker. Der Herr Oberhauptkommissar nahm alles auf Tonband auf und ich mit meinen stolzen 17 Jahren nahm alle Schuld auf mich um meinen 18-jährigen Freund zu entlasten (wohlgemerkt wusste er nicht mal von dem Geldschein und hatte auch keine Ahnung von Html). Die Vernehmung endete schließlich mit den Worten „Der Richter hört es immer ganz gern, wenn man sagt, dass man die Tat bereue und dies nie wieder tue.“ Beide auf Tonband: „Wir bereuen die Tat und tun’s nie wieder“. Mit der Auflage die betreffenden Seiten (auch die Shitlist fand nicht gerade Anklang) sofort zu löschen wurden wir schließlich entlassen.

Ich löschte die Inhalte, war in der Schule ein Held und hatte, wie ich fand, die Schlacht um die beste Homepage gewonnen. Was dann aber auch das Ende meiner Homepage bedeutete, da ich keine Lust mehr und irgendwie auch ein bisschen Schiss hatte. Ich plante damals dann noch ein fulminantes Comeback (nachdem Gras über die Sache gewachsen wäre), das aber aus irgendwelchen Gründen Ausblieb.

Nach ein paar Monaten kam dann ein Brief von irgendeinem Gericht, das mir mittelte, dass die Klage fallengelassen wurde.

Um dann doch noch irgendwie hier einen Schulbezug reinzubekommen … es hatte mir damals keiner gesagt, dass man das nicht darf – schließlich war die Ironie offensichtlich und der Scan von schlechter Qualität! Dachte ich damals.
Nun wie auch immer. Mein Problem damals war wohl, dass ich zwischen privatem und öffentlichem Raum nicht unterschieden habe was im Internet fatal sein kann. Und wenn man sich so im Internet umsieht gelangt man unter Umständen zu der Erkenntnis, dass nicht nur Jugendliche diesbezüglich nicht gerade kompetenter geworden sind. Und auch ich leiste mir immer wieder gerne einen kleinen Faux-pas.

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Dünne Luft im Klassenzimmer

Dienstag, Oktober 9, 2007

Irgendetwas ist mit einer meiner Klassen los. Die Stimmung in der Klasse ist gerade sehr seltsam. Im Unterricht wirkt sich das jedoch nicht direkt aus. So war die Mitarbeit in den letzten Stunden sehr gut. Und die Schüler verhalten sich auch nicht sonderlich auffällig – untereinander. Aber irgendeine sonderbare Stimmung liegt in der Luft. Etwas das man nicht einfach so greifen kann. Doch die Atmosphäre in der Klasse ist gerade sonderbar kühl. Oder täusch ich mich?
Vielleicht ist etwas an der Klassengemeinschaft faul. Extreme Cliquenbildung? Überzogener Lokalpatriotismus? Oder sogar Mobbing? Und die Pubertät tut natürlich sein übriges.
Es ist Schade, dass man im 4-wöchigen Blockpraktikum gerade dann gehen muss, wenn man eine Klasse gerade erst kennengelernt hat.