Archiv für die Kategorie ‘Recht’

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Bitte keine Werbung einwerfen

Dienstag, Februar 26, 2008

Bringt nichts!

Heute war wieder ein ganzes Paket an Werbematerialien in meinem Briefkasten. Allemeines Thema der Werbeflyer war diesesmal Umzug. 2x Umzugsfirma, 1x Teppichreinigung, 1x Bettenhaus für nach dem Umzug und 1x Autoankauf). Und das machte mich dann irgendwie stutzig. Warum bekomme ich ICH ausgerechnet JETZT verschiedene Werbezettel ausgerechnet Werbeflyer zum UMZUG?

Zufall? Wäre zumindest eine Möglichkeit. Eigentlich zieht doch jeder mal um.

Oder kein Zufall? Wusste die Werbezettel-Reinwerf-Firma vielleicht, dass ich Lehramtstudent bin, der gerade seine Regelstudienzeit mit 7 Semestern beendet hat, nachdem ich im WS 2004/05 begonnen habe? Deshalb vielleicht bald umziehen werde und somit auch meine Bude mit Teppichboden (den ich tatsächlich habe) ordentlich hinterlassen muss. Und wenn man ja schonmal umzieht kann man auch mal gern ein neues Bett kaufen - denn wenn schon denn schon. Und schließlich sind Studenten auch bekannt dafür Schrottkarren ihr eigen zu nennen. Ein Schrottkarren-Ankauf-Zettel gehört deshalb unbedingt in das Werbepaket, das man einem Studenten gegen Ende seines Studiums zukommen lassen kann.

Nun, ich gebe zu, dass man all diese Informationen noch vor etwa einem Jahr auf einer bekannten Community für Studenten einsehen konnte. Abgesehen davon, dass der Überbringer dieser Zettel an meinem Briefkasten hätte scheitern sollen bin ich eigentlich an diesem ganzen schlicht und ergreifend selbst Schuld! Man weiß es doch eigentlich besser …

Das erinnert mich daran, dass ich schon lange mal eine Cleaning-Google-Action machen wollte. Die Akte StudiVZ habe ich immerhin schon geschlossen. Vielleicht leg ich mir auch einfach mal einen Künstlernamen zu.

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Quarks & Co über Terrorismus

Donnerstag, Februar 14, 2008

Da ich seit Anbeginn meines Lebens keinen Fernseher besitze, bietet mir das Internet eine gute Möglichkeit doch so manche sinnvolle Sendung zu sehen.

Sehr gut gefällt mir die Sendung Quarks & Co mit Ranga Yogeshwar. Eine der wenigen Infotainmentsendungen bei der man nicht ständig denkt: “Das kann man so doch gar nicht sagen.”
Die Sendung kann man sich hier herunterladen und per RSS abbonieren.

In der letzten Sendung ging es um Terror und seine Bekämpfung. Ich will jetzt aber keinen Sermon zur Vorratsdatenspeicherung loslassen, sondern nur ein wenig Interesse wecken die Sendung anzusehen, die wie ich finde ganz gut gemacht ist.

Sehr witzig fand ich, wie kleine süße Bienchen durch klassische Konditionierung für Anti-Terrormaßnahmen eingetzt werden könnten.

Sehr eindrucksvoll fand ich wie man mit Nagellackentferner und einer weiteren handelsüblichen Flüssigkeit eine mittelgroße Explosion bewirken kann.

Sehr interessant fand ich die psychologische Seite des Terrors, die am Schluß der Sendung behandelt wird.
So z.B. das angstgesteuerte Ausweichverhalten, das zu noch schlimmeren Folgen führen kann. So stiegen in Amerika nach dem 11.9. viele Leute vom Flugzeug auf das Auto um. Die Folge: Es kamen mehr Leute durch Autounfälle um’s Leben, da Auto fahren trotz Terror gefährlicher ist als Fliegen. Q&C spricht von 1600 zusätzlichen Toten. Bei dem Anschlag selber kamen laut Wikipedia 2996 Menschen um’s Leben.

Das beste Mittel gegen Terror sei deshalb laut Prof. Herfried Münkler, der in der Sendung zitiert wird, eine “heroische Gelassenheit”. Denn es werde “auch bei uns irgendwann zu einem Anschlag kommen!” Durch Angst jedoch wachse die Macht der Terroristen.
Die letzte These der Sendung, “Mehr Selbstsicherheit und Gelassenheit, anstatt mehr Sicherheitsmaßnahmen können das Fundament einer freien Gesellschaft stützen”, halte ich für richtig.

Das berühmte Franklin Zitat (“Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren”) ist zwar laut http://antiterror.blog.de/2008/02/06/benjamin_franklin_zitat~3686513 nicht korrekt übersetzt, aber trotzdem in seiner Treffsicherheit ungeschlagen.

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Gang nach Canossa

Donnerstag, Januar 10, 2008

Bin gerade über eine alte Homepage eines Freundes gestolpert. Dessen damals unbedarfter Umgang mit rechtlichen Dingen (div. Downloads, Urheberrechte von Bildern, etc.) hat mich an den jähen Untergang meiner eigenen Hompage erinnert, die ich vor einigen Jahren mit einem anderen Freund zusammen, anlässlich des Versagens der deutschen Nationalmannschaft bei der EM2000, baute.
War sie erst unter euro2000fucker.sindcool.de zu erreichen registrierte man schließlich, einhergehend mit einer Erweiterung der thematischen Inhalte auf Che Guevara, die Domain www.revolutionaere.de - damals noch umsonst bei freecity.

Bei Anti-BertiVogts und Che Guevara sollte es jedoch nicht bleiben und weitere willkürliche Themen, die uns bewegten bestimmten den Inhalt. So entstand z.B. eine Shitlist von Leuten des öffentlichen Leben, die in jenem Monat durch besonders schlechte Taten hervorstachen. Das tolle dabei: Die Besucher konnten mittels Formular eine mehr oder weniger demokratische Wahl treffen. Der gewählte bekam dann den ichweißzumglücknichtmehr-Award per Email zugesandt.
Um Weihnachten dann fand, neben den obilgatorischen Downloads von div. Kleinsoftware, eine ganz besonders kreative Idee Einzug in unsere Homepage. Denn es war schließlich an der Zeit den Besuchern etwas zurückzugeben. Und um natürlich im schulweiten Wettbewerb, wer die bestbesuchte Homepage hat, weiter Boden gut zu machen (es gab damals etwa 10 Schüler die eine hatten).

Die neue Rubrik hieß Millionenklick - angelehnt an ein Gewinnspiel von web.de, das damals noch einen guten Emaildienst anbot (um mir einen kleine Seitenhieb zu erlauben). Für diese Rubrik hatte ich einen 20Mark-Schein eingescannt und hab diesen mit einer Anleitung zum ausdrucken und zusammenkleben als Weihnachtsgeschenk präsentiert. Das alles natürlich verpackt in eine schöne Geschichte und der Aufforderung diesen Geldschein kreativ zu benutzen. Z.B. um damit per Mail die Schulden der dritten Welt Länder zu begleichen o.ä.

Fanden einige auch ganz witzig - nur die Polizei nicht. Die kam meinem üblen Treiben nämlich sehr bald auf die Schliche und stand eines Mittags nach der Schule vor meiner Haustür und verlangte nach einem der da so eine Homepage gemacht hat. Mein erster Gedanke damals war, ob ich denn irgend so ein unsäglichen Preis gewonnen hatte. Es stellte sich aber sehr bald das Gegenteil heraus. Die Beschuldigung: Herstellung von Falschgeld und Aufruf zur Verbreitung. Pikanterweise war damals wegen der Währungsreform sehr viel Falschgeld im Umlauf.
Die beiden Herren waren natürlich zu zweit angerückt. Einmal Kripo Reutlingen und einmal LKA. Der LKA-Mann war nicht nett der Kripo-Mann dagegen schon. Ich hatte also meine Vertrauensperson gefunden. Das “Good Cop - Bad Cop” Prinzip eben. Zu diesem durfte ich dann mit meinem Freund, der mir erst nicht glaubte, auch zur Vernehmung - Dezernat Wirtschaftskriminalität.

Nach dem anfänglichen Schrecken und der vermeintlich drohenden Jugendhaftstrafe entpuppte sich das Gespräche als eher locker. Der Herr Oberhauptkommissar nahm alles auf Tonband auf und ich mit meinen stolzen 17 Jahren nahm alle Schuld auf mich um meinen 18-jährigen Freund zu entlasten (wohlgemerkt wusste er nicht mal von dem Geldschein und hatte auch keine Ahnung von Html). Die Vernehmung endete schließlich mit den Worten “Der Richter hört es immer ganz gern, wenn man sagt, dass man die Tat bereue und dies nie wieder tue.” Beide auf Tonband: “Wir bereuen die Tat und tun’s nie wieder”. Mit der Auflage die betreffenden Seiten (auch die Shitlist fand nicht gerade Anklang) sofort zu löschen wurden wir schließlich entlassen.

Ich löschte die Inhalte, war in der Schule ein Held und hatte, wie ich fand, die Schlacht um die beste Homepage gewonnen. Was dann aber auch das Ende meiner Homepage bedeutete, da ich keine Lust mehr und irgendwie auch ein bisschen Schiss hatte. Ich plante damals dann noch ein fulminantes Comeback (nachdem Gras über die Sache gewachsen wäre), das aber aus irgendwelchen Gründen Ausblieb.

Nach ein paar Monaten kam dann ein Brief von irgendeinem Gericht, das mir mittelte, dass die Klage fallengelassen wurde.

Um dann doch noch irgendwie hier einen Schulbezug reinzubekommen … es hatte mir damals keiner gesagt, dass man das nicht darf - schließlich war die Ironie offensichtlich und der Scan von schlechter Qualität! Dachte ich damals.
Nun wie auch immer. Mein Problem damals war wohl, dass ich zwischen privatem und öffentlichem Raum nicht unterschieden habe was im Internet fatal sein kann. Und wenn man sich so im Internet umsieht gelangt man unter Umständen zu der Erkenntnis, dass nicht nur Jugendliche diesbezüglich nicht gerade kompetenter geworden sind. Und auch ich leiste mir immer wieder gerne einen kleinen Faux-pas.

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Rechtsverwirrung

Montag, November 26, 2007

Manchmal, wenn ich bei Konzerten meiner Band auf der Bühne stehe, wundere ich mich mich wie das Publikum begeistert mitsingt. Obwohl ich mit Sicherheit weiß, dass wir in dieser Stadt bisher vielleicht an die 15 CDs verkauft haben (In unserem Stadium weiß man das noch). Bei ca. 30 mitsingenden Leuten geht die Rechnung einfach nicht auf. Mein Tipp: Ein klassischer Fall von Privatkopie.
Manchmal gestehen auch vereinzelte Fans schamerfüllt unsere CD gebrannt zu haben. Ich klär die Leute dann immer auf, dass ihr Tun völlig legal war. Die Industrie tut nur immer so als ob alles kopieren verboten sei. Dabei hat man das Recht z.B. Musik privat zu kopieren und auch in seinem Bekanntenkreis in kleiner Stückzahl weiterzugeben- solange man keinen wirksamen Kopierschutz umgeht. Man zahlt sogar dafür! Und zwar beim Kauf jedes Rohlings und des zugehörigen Brenners.
Nebenbei: Ich als Musiker habe überhaupt kein Problem damit, wenn sich jemand unsere CD brennt anstatt sie für faire 10€ zu kaufen (Ihm entgeht dabei natürlich ein klasse Booklet). Hauptsache er hört unsere Musik, kommt zu den Konzerten und singt weiter fleißig mit. Die Branche entwickelt sich meiner Einschätzung nach eh weg von der CD hin zu Livekonzerten. Früher hat ging man auf Tour um die Platte zu verkaufen. Heute produziert man eine Platte um ein Grund für eine Tour zu haben.

Die ZEIT hat zu diesem Thema in Kooperation mit irights.info für Lehrer kostenloses Lehrmaterial mit dem Namen Medienkunde erstellt. In einem Kapitel geht dabei um Urheberrechte, da dieses Thema auch in der Schule immer aktueller wird. Sei es beim selbstgedrehten Schulfilm mit der Hintergrundmusik von Band xy, bei der Frage ob das Referat ein Plagiat war oder welche Bilder in die Schülerzeitung dürfen.
Auch im privaten Bereich der Schüler ist dieses Thema mittlerweile sehr brisant, da Computer Einzug in Kinderzimmer genommen haben. Was darf man? Welche CD darf ich brennen und welche nicht? Und wie ist das eigentlich bei Software? Wieso ist z.B. OpenOffice dann umsonst?

Ein Auszug mit dem Kapitel über die Urheberrechte kann man hier runterladen.
Viele, viele weitere Informationen kann man sich auf der Homepage von iRights.info besorgen, auf die ich in Bezug auf obiges auch verweisen möchte, da ich keine Gewähr auf die Richtigkeit geben kann. Ich habe zudem bewusst vereinfach!

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Gesetzgebung per Wiki

Mittwoch, September 26, 2007

Gerade lese ich auf heise.de, dass in Neuseeland die Polizei ein Wiki online gestellt hat bei dem Bürger an einem öffentlichen Entwurf zum Polizeigesetz mitwirken können.

Ich halte das für eine tolle Möglichkeit wie die Ideen von Web2.0 für eine direktere Demokratie eingesetzt werden können. Gerne auch in Deutschland!
Es ist ja schon ganz gut, dass es ein paar Leute gibt die sich hauptamtlich mit der Meinungsvertretung beschäfftigen. Trotzdem ist das Volk einziger Souverän. Und ganz so doof ist es dann doch auch wieder nicht. Auch wenn ca. 10 Mio Leute täglich BILD lesen.

Ist vielleicht auch ne ganz nette Idee für die Schule. Stichwort Hausordnung.