Archiv für die Kategorie ‘Studium’

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Der offene Lehrer

Mittwoch, Juli 16, 2008

Inspiriert von Cspannagels Konzept des öffentlichen Wissenschaftlers habe ich mich entschieden ähnliches für mich als angehenden Lehrer zu probieren. Dazu habe ich, in Anlehnung an Christian Spannagel, einen ersten Versuch gewagt für mich eine “Philosophy of Teaching” zu entwerfen. An den Inhalten und an der Struktur gibt’s natürlich noch einiges zu füllen und zu feilen, ist aber immerhin schon mal ein Anfang.

Ich verspreche mir davon Folgendes:

  • Mein Handeln als Lehrperson soll für Schüler, Eltern, Kollegen, Interssierte transparent sein.
  • Ich möchte meine Philosophie öffentlich diskutieren. Ich möchte offen sein für Kritik und gleichzeitig andere inspirieren. Dies kann für alle eine Lernmöglichkeit sein.
  • Ich lerne ab dem Moment, in dem ich meine Gedanken aufschreibe unglaublich viel über meine Lehrerrolle und die zugrunde liegenden Prinzipien und Konzepte über die ich schreibe.
  • Ich kann mich selbst-reflektiert in meine Lehrerrolle hinein finden und so meinen Lehrcharakter bzw. Lehrstil entwickeln.
  • Indem ich mich öffne ist es auch eine Art der Evaluation von Unterricht. Schüler haben so die Möglichkeit einer anonymen Rückmeldung und Bewertung.
  • Eventuell noch weiteres, dass mir zu dieser späten Stunde nicht mehr einfällt ;-)

Ich habe die Seite bisher bei wikiversity.org erstellt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob dies der richtige Ort ist, da die Diskussionsfunktion für Computerferne vielleicht ein wenig abschreckend ist.
Außerdem hab ich mich gefragt, weshalb es sinnvoll sein könnte das ganze in einem Wiki zu verwirklichen. Allerdings hab ich festgestellt, dass es für andere, die vielleicht auch mal den Wunsch haben sich so eine Seite zu erstellen, recht einfach ist Inhalte zu übernehmen. Wie ich z.B. die Struktur teilweise von Christian Spannagel übernommen habe.

Ich würde mich freuen, wenn noch andere diesen Weg gehen wollen, sodass ein reger Austausch von Ideen entstehen kann.

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Studiengebühren an der PHL

Donnerstag, Juli 3, 2008

Aktuell findet man auf der Homepage der PH Ludwigsburg eine Auflistung, wie die Studiengebühren verteilt werden sollen.

Ich finde es gut, wenn man als Student sieht was mit seinen Gebühren passiert. Wenn auch manche Posten etwas unklar sind. Was läuft z.B. unter Investitionen? Moderne Ausstattung für Räume oder neue Gebäudebezeichnungen und Wegweiser? Auch unter dem Posten Fakultäten/ Institute /Zentrale Einrichtungen kann ich mir nicht viel vorstellen.

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Programmieren mit Schülern in authentischen Problemkontexten

Mittwoch, Juni 4, 2008

Seit einiger Zeit beschäftigt mich die Frage, wie man mit Schülern problemorientiert programmieren kann (authentischer Problemkontext). Beim Programmieren im Unterricht ergibt sich meiner Einschätzung nach schnell das Problem, dass konkrete Bedürfnisse, die ein Computerprogramm erfordern, fehlen. Ich selbst habe damals einen Taschenrechner (also einen, wie er in jedem Betriebssystem vorinstalliert ist) programmiert und andere unnütze Dinge.

Da Informatik bzw. ITG in Baden-Württemberg eh in die anderen Fächer integriert ist, bietet sich eine Kooperation mit dem Fach Technik an. Im Bereich der Informationstechnik gibt es den Aspekt “Steuern und Regeln”. Der Computer kann hierbei als Hilfsmittel dienen.

Man könnte z.B. mit den Schülern ein Projekt mit einem Gewächshaus durchführen (vielleicht sogar fächerübergreifend mit Biologie/ NWA). Also erst anhand irgendwelcher biologischer Gesichtspunkte planen, dann bauen, usw.
Der Punkt, an dem die Informatik und die Informationstechnik ansetzt ist das Problem, dass im Gewächshaus eine bestimmte Temperatur und Luftfeuchte gehalten werden muss. Mit Temperaturfühlern, etc. kann man diese Werte messen und über ein Interface (das die Schüler vielleicht sogar selbst herstellen) an den Computer weitergeben. Diese müssen dort mit einem Programm ausgewertet werden welches wiederum Befehle an Befeuchter etc weitergibt (EVA-Prinzip).

Mögliche Algorithmen wären z.B.:

  • Wenn die Luftfeuchtigkeit unter 70% fällt, schalte den Befeuchter ein, ansonsten mache nichts.
  • Wenn der Bestäuber eingeschaltet ist und Luftfeuchtigkeit über 80%, schalte den Befeuchter aus.
  • Direkte Steuerung: Öffne Lüftungsklappen, etc.
  • Zeitgesteuert: Setze t (Timer) auf 100. Ziehe pro Sekunde 1 ab. Solange der Timer >0 ist schalte Gießsystem alle 7sek 3sek lang ein.

Ich denke bis auf das letzte Beispiel, welches eher was für Experten ist, sollten diese Algorithmen für alle Schüler machbar sein. Die Schüler lernen dabei ein zentrales Konzept der Informatik den Algorithmus, mit wesentlichen Konzepten wie Folge, Schleife und Verzweigung kennen. Die Schüler schreiben also ein Programm, das eine Vorschrift für die Lösung eines Problems enthält (vgl. Def. Algorithmus in Schneider/ Werner (2007). Taschenbuch der Informatik).

Wer hat weitere Ideen, wie man mit Schülern problemorientiert programmieren kann?

Weiterführender Link:
http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/technik/rs/steuern/

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Schulliteratur für 9te Klasse gesucht

Montag, Juni 2, 2008

Ich muss in nächster Zeit mit einer Komilitonin ein Projekt/ Unterricht zum Thema Podcasting planen. Es geht also darum, einen Unterricht zu planen in dem Podcasts sinnvoll eingesetzt werden. Der Unterricht ist dabei in ein anderes Fach integriert.

Das Szenario, das wir gewählt haben ist die Produktion eines Hörspiels. Die Schüler sollen anhand einer Literaturvorlage ein Hörspiel produzieren. Kapitel1 -> Gruppe1; Kapitel2 -> Gruppe2; oder so ähnlich. Das ganze wird schließlich dann über RSS und Co zum Podcast.

Das zugehörige Fach wäre demnach Deutsch. Leider jedoch sind wir beide nicht vom Fach und kennen uns in der hiesigen Schülerlitaratur nicht aus. Deshalb mal hier die Frage an die Fachleute der Blogspäre: Kennt jemand geeignete Literatur?

Das Projekt soll in der 9ten Klasse (vielleicht auch 8te) einer Realschule stattfinden. Es wäre auch gut, wenn die Literatur nicht schon in wörtlicher Rede geschrieben wäre, sodass die Schüler einen Transfer schriftlich-mündlich leisten müssen. Und interessant sollte das Buch natürlich auch sein.

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Simulation einer mündlichen Prüfung in EW

Dienstag, Mai 20, 2008

Ich durfte heute in einem Erziehungswissenschafts-Seminar eine Prüfungssimulation beobachten. Dafür hatte der Dozent extra eine Studentin engagiert, die die Prüfung schon hinter sich hatte.
Zusammen mit einer anderen Dozentin simulierten die Drei dann eine Prüfung, wie sie “in echt” stattfinden könnte. Im Folgenden möchte kurz ein paar Dinge erwähnen, die mir bei der Beobachtung aufgefallen sind. Ich versuche dabei möglichst allgemein zu bleiben. Die Prüfung fand allerdings im Rahmen einer EW-Diplomprüfung statt. Umfasste jedoch nur 20min statt 30min, da ein Schwerpunkt ausgelassen wurde. Es können natürlich zu Lehramtsprüfungen Unterschiede existieren!

  • Die Studentin beginnt nach den üblichen Floskeln die Prüfung mit einer kurzen Einführung, wie sie in der Vorbereitung ihre Schwerpunkte gesetzt hat. Der Prüfer geht auf genannte Stichworte ein und bittet diese genauer auszuführen.
  • Der Prüfer fragt, wie Autoren aus der Literaturliste bestimmte vorher genannte Sachverhalte beschreiben, z.B.: “Was versteht xy unter Realität”.
  • Prüfer stellt auch direkte Fragen im Stile von Frage-Antwort.
  • Prüfer fragt nach Thesen aus der Forschung.
  • Prüfer lässt Quellen aus der Literatur vergleichen.
  • Weitere Möglichkeiten, die der Prüfer später genannt hat sind (je nach zur Verfügung stehender) Zeit): Zitate aus Büchern interpretieren lassen; Bilder, etc zeigen.

Im anschließenden Gespräch wurde festgestellt, dass die Prüfung zwar sehr realistisch, wohl aber relativ schwer war, da viele Transferfragen gestellt wurden. Diese sind natürlich schwieriger und seien, so die Studentin, auch “schwerer vorzubereiten”.

Im Anschluss wurden noch verschiedene Taktiken zur Vorbereitung und für die Prüfung selbst erörtet:

  • Am besten ist es, sich in Gruppen vorzubereiten. Man hat so z.B. schon verschiedene Sachverhalte und Fragen verbal beantwortet.
  • Es ist wichtig, sich allgemein als auch speziell vorzubereiten (wie manche Fragen zeigen).
  • Es kann ein Vorteil sein, den Einstieg selbst zu übernehmen (wie hier geschehen). Man kann auf diese Weise “Reizworte” unterbringen und man kommt ins Sprechen hinein. Solch einen Einstieg kann man gut vorbereiten. Wichtig ist aber keine Reden zu halten!
  • Sich nicht von der Körpersprache der Prüfer irritieren lassen. Ein Haareraufen oder heimliches Gähnen muss nicht negativ gemeint sein, sondern kann auch darauf hinweisen, dass der Prüfer zuvor schon 7 Prüflinge über genau das gleiche Thema hatte.
  • Bei unklaren oder akustisch schlecht verständlichen Fragen ruhig nochmal nachfragen.
  • Falls der Dozent eine Wissenslücke entdeckt hat, ist das nicht der Weltuntergang. Man kann dann einfach sagen, dass man dazu nichts sagen kann und sich die Zeit für Dinge aufheben, bei denen man wieder auftrumpfen kann (Kompensation). Jedenfalls nicht stottern, stammeln und Mist erzählen. Ein guter Prüfer bohrt hier auch nicht weiter. So kann unter Umständen trotzdem noch eine sehr gute Leistung erbracht werden.
    Trotzdem kommt es immer auch darauf an wie “schlimm” die Lücke ist!

Das Geschriebe basiert natürlich nur auf einer von mir beobachteten (gestellten) Situation. Ich kann deshalb für nichts eine Garantie geben, denn jede Prüfung läuft anders ab!
Ich hoffe aber ich konnte meinen Eindruck weitergeben, wie so eine Prüfung aussehen könnte.