Archiv für die Kategorie ‘Web 2.0’

h1

Projektarbeit mit Medien

Mittwoch, August 20, 2008

… heißt eines der Schwerpunktthemen meiner mündlichen Staatsprüfung in der Erziehungswissenschaft.

Um einen Überblick zu gewinnen und um mir selbst ein Bild davon zu machen, hab ich das Thema in einer MindMap strukturiert. Dank Mindmeister.com kann ich die Mindmap hier ganz praktisch per Link teilen.

Einerseits ist die Mindmap noch zu groß bzw. umfangreich. Bis zur Prüfung werde ich noch versuchen das wirklich Wesentliche herauszuarbeiten. In der Kürze liegt hoffentlich die Würze, denn sooo viel ist in 7 min pro Schwerpunkt kaum möglich. Andererseits ist sie natürlich auch noch nicht vollständig, da ich mit dem Thema noch nicht durch bin ;-)

Ich mag Mindmaps. Gerade beim Aufbereiten eines Themas sind sie eine tolle Hilfe. Man kann so die wichtigsten Begriffe und Konzepte vernetzen und mit Notitzen versehen. Toll find ich auch mindmeister.com, da es gute Möglichkeiten zur Kollaboration bietet. Wer also Anregungen hat kann sie entweder hier als Kommentar posten oder er/sie bittet mich einfach um Schreibrechte  (Mail oder Kommentar schreiben). Außerdem sehen die Mindmaps hübsch aus. Mehr zu Mindmeister weiß Peter Baumgartner.

Kennt jemand ein ähnliches Tool für Concept-Maps? Gerade für die System-Vernetzung von Themengebieten, Begriffen, etc. in der EW fänd ich das brauchbar!

h1

Der offene Lehrer

Mittwoch, Juli 16, 2008

Inspiriert von Cspannagels Konzept des öffentlichen Wissenschaftlers habe ich mich entschieden ähnliches für mich als angehenden Lehrer zu probieren. Dazu habe ich, in Anlehnung an Christian Spannagel, einen ersten Versuch gewagt für mich eine „Philosophy of Teaching“ zu entwerfen. An den Inhalten und an der Struktur gibt’s natürlich noch einiges zu füllen und zu feilen, ist aber immerhin schon mal ein Anfang.

Ich verspreche mir davon Folgendes:

  • Mein Handeln als Lehrperson soll für Schüler, Eltern, Kollegen, Interssierte transparent sein.
  • Ich möchte meine Philosophie öffentlich diskutieren. Ich möchte offen sein für Kritik und gleichzeitig andere inspirieren. Dies kann für alle eine Lernmöglichkeit sein.
  • Ich lerne ab dem Moment, in dem ich meine Gedanken aufschreibe unglaublich viel über meine Lehrerrolle und die zugrunde liegenden Prinzipien und Konzepte über die ich schreibe.
  • Ich kann mich selbst-reflektiert in meine Lehrerrolle hinein finden und so meinen Lehrcharakter bzw. Lehrstil entwickeln.
  • Indem ich mich öffne ist es auch eine Art der Evaluation von Unterricht. Schüler haben so die Möglichkeit einer anonymen Rückmeldung und Bewertung.
  • Eventuell noch weiteres, dass mir zu dieser späten Stunde nicht mehr einfällt ;-)

Ich habe die Seite bisher bei wikiversity.org erstellt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob dies der richtige Ort ist, da die Diskussionsfunktion für Computerferne vielleicht ein wenig abschreckend ist.
Außerdem hab ich mich gefragt, weshalb es sinnvoll sein könnte das ganze in einem Wiki zu verwirklichen. Allerdings hab ich festgestellt, dass es für andere, die vielleicht auch mal den Wunsch haben sich so eine Seite zu erstellen, recht einfach ist Inhalte zu übernehmen. Wie ich z.B. die Struktur teilweise von Christian Spannagel übernommen habe.

Ich würde mich freuen, wenn noch andere diesen Weg gehen wollen, sodass ein reger Austausch von Ideen entstehen kann.

h1

Ist Web2.0 eine Gefahr für den Rechtextremismus?

Sonntag, Juni 8, 2008

Ich ärgere mich gerade über ein Artikel von Golem „Erfolge gegen braune Hetze im Web 2.0„. Genauer gesagt ärgere ich mich nur über den Titel. Ich glaub da hat einfach jemand den Begriff Internet durch Web2.0 ersetzt, weil Web2.0 gerade besser klingt und Schlagzeilenfähiger ist. Der Artikel selbst bezieht sich meiner Meinung nach aber nicht speziell auf Web2.0 sondern aufs Internet allgemein.

Eine Frage die ich mir beim Ärgern gestellt hab war: Ist die Idee hinter Web2.0 eigentlich eine Gefahr für den Rechtsextremismus?
Die Idee von Web2.0 zeichnet sich für mich durch offene Diskussion, usergenerierte Inhalte, „demokratische Strukturen“, dezentralisierung, Meinungsfreiheit, kollektive Intelligenz, Vielfalt, etc aus
Prinzipien auf denen der Nationalsozialismus basiert passen hier nicht ins Bild: Führerprinzip, Hierarchie, Einheit, Zentralismus, Nationalismus, autoritäre Strukturen, Antiliberalismus, Demokratiefeindlichkeit, Gleichschaltung, Medienmonopolisierung, etc.

Ein (Neo-)Nazi, der Web2.0 (z.B. ein Blog) für die Verbreitung seiner perversen Ideen nutzt trifft auf diese völlig gegensätzlichen Strukturen. Das hieße er würde seine Ideen öffentlich zum Diskurs stellen. Für den Nazi wäre dies wahrscheinlich denkbar schlecht, da sein menschenverachtendes Gedankengut wohl sehr schnell von anderen niederdiskuttiert und widerlegt werden würde. Ich glaub nichts ist gefährlicher für Nazis als eine allgemein öffentliche Diskussion. Der obengenannte Artikel stützt diese These sogar: „Meist können die Verbreiter der menschenverachtenden Propaganda nicht offen auftreten, weil die Masse der Jugend sie ablehnt

Was meint ihr?

P.S.: Muss ich mir jetzt eigentlich um meine Sicherheit Gedanken machen?

h1

Schulliteratur für 9te Klasse gesucht

Montag, Juni 2, 2008

Ich muss in nächster Zeit mit einer Komilitonin ein Projekt/ Unterricht zum Thema Podcasting planen. Es geht also darum, einen Unterricht zu planen in dem Podcasts sinnvoll eingesetzt werden. Der Unterricht ist dabei in ein anderes Fach integriert.

Das Szenario, das wir gewählt haben ist die Produktion eines Hörspiels. Die Schüler sollen anhand einer Literaturvorlage ein Hörspiel produzieren. Kapitel1 -> Gruppe1; Kapitel2 -> Gruppe2; oder so ähnlich. Das ganze wird schließlich dann über RSS und Co zum Podcast.

Das zugehörige Fach wäre demnach Deutsch. Leider jedoch sind wir beide nicht vom Fach und kennen uns in der hiesigen Schülerlitaratur nicht aus. Deshalb mal hier die Frage an die Fachleute der Blogspäre: Kennt jemand geeignete Literatur?

Das Projekt soll in der 9ten Klasse (vielleicht auch 8te) einer Realschule stattfinden. Es wäre auch gut, wenn die Literatur nicht schon in wörtlicher Rede geschrieben wäre, sodass die Schüler einen Transfer schriftlich-mündlich leisten müssen. Und interessant sollte das Buch natürlich auch sein.

h1

Podcasts im Unterricht

Montag, Mai 19, 2008

Web2.0 Technologien im Unterricht einzusetzen ist gerade der neuste Renner.
Eine Kommilitonin und ich planen dazu einen Unterricht, in dem Podcasts verwendet werden sollen. Für uns heißt das, wir müssen uns ein Szenario überlegen, in dem man Podcasts sinnvoll für das Lehren und Lernen einsetzen kann.

Bei der Recherche dazu haben wir festgestellt, dass es gar nicht einfach ist ein gutes Szenario für Podcasts zu entwickeln, da Podcasts gegenüber Videopodcasts und Blogs unserer Meinung nach nicht viel zu bieten haben. Bei unseren Überlegungen mussten wir deshalb ständig denken: „Da wäre aber ein Blog/Videopodcast geschickter“.
Blogs haben den Vorteil, dass man Gedanken viel präziser darstellen kann als durch Sprache. Zumal Nebeneffekte, wie „ähs“ oder ein Stocken wegfallen. Zudem ist wohl Text das vorherrschende Informationsmittel im Internet. Sprache alleine ist meiner Einschätzung nach ein Novum.
Videopodcasts hingegen haben den Vorteil, dass die Sprache mit Bilder unterstützt wird. Aus eigener Erfahrung schätze ich ein Video angenehmer zum Zuhören ein als ein ein bloßer Sprachbeitrag ohne Bild – auch wenn man in dem Video nur eine sprechende Person sieht. Ich würde mir auch eine Predigt lieber als Videopodcast anschauen über ein Podcast. Denn: Wohin mit den Augen?
Außerdem sind Videos im Alltag der Schüler allgegenwärtig (Youtube, etc). Podcasts wahrscheinlich kaum.

Ich glaube der wesentliche Informationsfluss geschieht im Internet durch Text und Bild. Weniger durch Sprache. Oder täusche ich mich?
Trotzdem! Podcasts gibt es. Sicher zurecht. Wo liegen also die Stärken von Podcasts? Stärken, die Blogs und Videopodcasts nicht haben! Mir fällt eigentlich nur der Speicherbedarf ein und Situationen in denen die Augen abgelenkt sind wie beim Autofahren. Oder auch Dinge bei denen keine Bilder benötigt werden, wie Hörspiele, bei denen ein wesentliches Element die Phantasie ist.

Bei der Auswahl unseres Szenarios war es uns wichtig, dass Podcasts nicht zum Selbstzweck eingesetzt werden, sondern einen positiven Effekt auf das Lehren und Lernen haben, der ohne Podcast nicht oder weniger vorhanden wäre. Negativbeispiele diesbezüglich haben wir genug gefunden. Es sollen dabei natürlich die üblichen Web2.0 Features im Sinne von gemeinsamer Kommunikation und Kooperation und sozialer Vernetzheit zum Tragen kommen. Wäre dies in dem Szenario nicht gegeben bräuchte man keinen Podcast. Dann würde es vieleicht auch eine CD mit Sprachaufnahmen tun.

Wir spielen bisher mit dem Gedanken, dass die Schüler in Gruppen ein Hörspiel produzieren sollen und dieses dann als Podcast veröffentlichen. Zwar studiert keiner von uns Deutsch als Fach aber ich bin sicher das bekommen wir schon hin. Interessanterweise war dies unter keinem der Vorschläge, die wir im Netz gefunden haben, obwohl der Unterrichtsgegenstand „Hörspiel“ gewiss nicht Neues ist. Der Sprung ins Netz war da nicht mehr schwer. Das Netz bietet dabei vor allem den Anreiz das Erschaffene weltweit zu veröffentlichen und darüber zu diskutieren. Hörspiele selbst benötigen keine Bilder. Dies erledigt die Phantasie. Hier sind Podcasts also Blogs und Videopodcasts überlegen. Soweit zumindest die Überlegung.

Vor allem Im Fremdsprachenunterricht lohnt sich der Einsatz von Podcasts. Insbesondere für Hörverstehensübungen. Hier können z.B. Podcasts von native-speakers eingesetzt werden. Im Gegensatz zu Schulbuch-CDs existieren Podcasts in realen Situationen.
Witzig fand ich auch ein Projekt in dem Schüler Gedichte mittels Podcasts kreativ interpretieren sollten.
Der Klassiker ist natürlich das Schulradio.

Sicher gibt es noch viele weitere Möglichkeiten wie Podcasts sinnvoll eingesetzt werden können. Über Vorschläge und Ideen würde ich mich sehr freuen!