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Lernspiralen

Dienstag, Juni 17, 2008

Ich habe gerade einen interessanten Artikel von Werner Prüher über Lernspiralen zufällig gefunden und gelesen. Sehr schöner Artikel und eine Interessante Methode, die ich in dieser Form bisher nicht kannte.
Wäre mal was für einen Unterrichtsentwurf und in einem Jahr was für die Praxis :-)

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Offene Dokumentstandards

Mittwoch, Juni 11, 2008

Ich habe vor ein paar Tagen meine erste *.docx Datei bekommen. Das ist das neue (pseudo-offene) Dateiformat OOXML von MS Office. Natürlich ließ sie sich mit dem Word an der Hochschule nicht öffnen. Scheinbar gibt es dafür so einen Konverter. Aber der soll laut einem Kommilitonen auch nicht so richtig funktionieren.

Dumm nur, dass dieses Dateiformat vor kurzem von der ISO zu einem offenen Standard erhoben wurde. Toller Standard, wenn er nicht mit dem Officeprogramm meiner Wahl kooperiert. Brasilien, Indien, Südafrika und Venezuela haben gegen diesen Entschluss jetzt Protest eingelegt (Quelle). Danke!

Ob ODF oder OOXML ist mir ja prinzipiell egal. Auch wenn das eine von Microsoft ist. Was die Menschheit aber braucht ist ein (wegen mir auch mehrere) offener Standard für Dokumente, der sich mit jedem Programm verlustfrei öffnen lässt und der auch nicht durch irgendwelche Patente geschütz ist etc.
Das Ziel ist doch, dass jeder User Dokumente mit dem Programm seiner Wahl (MS Office, OpenOffice, StarOffice, …) öffnen kann. Und das am besten auch noch in zehn Jahren. Die aktuelle Situation ist verheerend. Alte Dokumente (vor allem alte docs) lassen sich mit aktueller Software (des gleichen Herstellers) kaum noch öffnen. Ein Kommilitone hat für solche Fälle nach eigener Aussage extra noch einen alten Win95-Rechner herumstehen. Und aktuelle Docs lassen sich nur unter Verlusten mit anderer Software öffnen. Irgendwer hat auch mal gesagt “das 21 Jahrhundert ist das am schlechtesten dokumentierte überhaupt”. Da ist wohl was dran …

Deshalb: Offene Standards für Dokumente jeglicher Art!
Wenigstens scheint Microsoft bald wohl das wirklich offene Format ODF unterstützen wollen (Quelle). Und falls OOXML dann doch noch vor der ISO scheitert bzw. soweit verbessert wird, dass man von einem offenen Standard sprechen kann, besteht Hoffnung für eine freie Informationsgesellschaft.

Vor allem für die Schule finde ich es wichtig offene Standards zu verwenden. Schließlich kann man niemand zwingen sich eine bestimmte Software zu kaufen - schon gar nicht in der Schule! Ausführlicher habe ich mich damit mal in einem älteren Beitrag beschäftigt.

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Ist Web2.0 eine Gefahr für den Rechtextremismus?

Sonntag, Juni 8, 2008

Ich ärgere mich gerade über ein Artikel von Golem “Erfolge gegen braune Hetze im Web 2.0“. Genauer gesagt ärgere ich mich nur über den Titel. Ich glaub da hat einfach jemand den Begriff Internet durch Web2.0 ersetzt, weil Web2.0 gerade besser klingt und Schlagzeilenfähiger ist. Der Artikel selbst bezieht sich meiner Meinung nach aber nicht speziell auf Web2.0 sondern aufs Internet allgemein.

Eine Frage die ich mir beim Ärgern gestellt hab war: Ist die Idee hinter Web2.0 eigentlich eine Gefahr für den Rechtsextremismus?
Die Idee von Web2.0 zeichnet sich für mich durch offene Diskussion, usergenerierte Inhalte, “demokratische Strukturen”, dezentralisierung, Meinungsfreiheit, kollektive Intelligenz, Vielfalt, etc aus
Prinzipien auf denen der Nationalsozialismus basiert passen hier nicht ins Bild: Führerprinzip, Hierarchie, Einheit, Zentralismus, Nationalismus, autoritäre Strukturen, Antiliberalismus, Demokratiefeindlichkeit, Gleichschaltung, Medienmonopolisierung, etc.

Ein (Neo-)Nazi, der Web2.0 (z.B. ein Blog) für die Verbreitung seiner perversen Ideen nutzt trifft auf diese völlig gegensätzlichen Strukturen. Das hieße er würde seine Ideen öffentlich zum Diskurs stellen. Für den Nazi wäre dies wahrscheinlich denkbar schlecht, da sein menschenverachtendes Gedankengut wohl sehr schnell von anderen niederdiskuttiert und widerlegt werden würde. Ich glaub nichts ist gefährlicher für Nazis als eine allgemein öffentliche Diskussion. Der obengenannte Artikel stützt diese These sogar: “Meist können die Verbreiter der menschenverachtenden Propaganda nicht offen auftreten, weil die Masse der Jugend sie ablehnt

Was meint ihr?

P.S.: Muss ich mir jetzt eigentlich um meine Sicherheit Gedanken machen?

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Programmieren mit Schülern in authentischen Problemkontexten

Mittwoch, Juni 4, 2008

Seit einiger Zeit beschäftigt mich die Frage, wie man mit Schülern problemorientiert programmieren kann (authentischer Problemkontext). Beim Programmieren im Unterricht ergibt sich meiner Einschätzung nach schnell das Problem, dass konkrete Bedürfnisse, die ein Computerprogramm erfordern, fehlen. Ich selbst habe damals einen Taschenrechner (also einen, wie er in jedem Betriebssystem vorinstalliert ist) programmiert und andere unnütze Dinge.

Da Informatik bzw. ITG in Baden-Württemberg eh in die anderen Fächer integriert ist, bietet sich eine Kooperation mit dem Fach Technik an. Im Bereich der Informationstechnik gibt es den Aspekt “Steuern und Regeln”. Der Computer kann hierbei als Hilfsmittel dienen.

Man könnte z.B. mit den Schülern ein Projekt mit einem Gewächshaus durchführen (vielleicht sogar fächerübergreifend mit Biologie/ NWA). Also erst anhand irgendwelcher biologischer Gesichtspunkte planen, dann bauen, usw.
Der Punkt, an dem die Informatik und die Informationstechnik ansetzt ist das Problem, dass im Gewächshaus eine bestimmte Temperatur und Luftfeuchte gehalten werden muss. Mit Temperaturfühlern, etc. kann man diese Werte messen und über ein Interface (das die Schüler vielleicht sogar selbst herstellen) an den Computer weitergeben. Diese müssen dort mit einem Programm ausgewertet werden welches wiederum Befehle an Befeuchter etc weitergibt (EVA-Prinzip).

Mögliche Algorithmen wären z.B.:

  • Wenn die Luftfeuchtigkeit unter 70% fällt, schalte den Befeuchter ein, ansonsten mache nichts.
  • Wenn der Bestäuber eingeschaltet ist und Luftfeuchtigkeit über 80%, schalte den Befeuchter aus.
  • Direkte Steuerung: Öffne Lüftungsklappen, etc.
  • Zeitgesteuert: Setze t (Timer) auf 100. Ziehe pro Sekunde 1 ab. Solange der Timer >0 ist schalte Gießsystem alle 7sek 3sek lang ein.

Ich denke bis auf das letzte Beispiel, welches eher was für Experten ist, sollten diese Algorithmen für alle Schüler machbar sein. Die Schüler lernen dabei ein zentrales Konzept der Informatik den Algorithmus, mit wesentlichen Konzepten wie Folge, Schleife und Verzweigung kennen. Die Schüler schreiben also ein Programm, das eine Vorschrift für die Lösung eines Problems enthält (vgl. Def. Algorithmus in Schneider/ Werner (2007). Taschenbuch der Informatik).

Wer hat weitere Ideen, wie man mit Schülern problemorientiert programmieren kann?

Weiterführender Link:
http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/technik/rs/steuern/

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Schulliteratur für 9te Klasse gesucht

Montag, Juni 2, 2008

Ich muss in nächster Zeit mit einer Komilitonin ein Projekt/ Unterricht zum Thema Podcasting planen. Es geht also darum, einen Unterricht zu planen in dem Podcasts sinnvoll eingesetzt werden. Der Unterricht ist dabei in ein anderes Fach integriert.

Das Szenario, das wir gewählt haben ist die Produktion eines Hörspiels. Die Schüler sollen anhand einer Literaturvorlage ein Hörspiel produzieren. Kapitel1 -> Gruppe1; Kapitel2 -> Gruppe2; oder so ähnlich. Das ganze wird schließlich dann über RSS und Co zum Podcast.

Das zugehörige Fach wäre demnach Deutsch. Leider jedoch sind wir beide nicht vom Fach und kennen uns in der hiesigen Schülerlitaratur nicht aus. Deshalb mal hier die Frage an die Fachleute der Blogspäre: Kennt jemand geeignete Literatur?

Das Projekt soll in der 9ten Klasse (vielleicht auch 8te) einer Realschule stattfinden. Es wäre auch gut, wenn die Literatur nicht schon in wörtlicher Rede geschrieben wäre, sodass die Schüler einen Transfer schriftlich-mündlich leisten müssen. Und interessant sollte das Buch natürlich auch sein.